Ich hätte Dich so dringend gebraucht.
Immer und immer wieder. Ich stand da und hab mich umgeschaut. Nach dir geschaut. Aber gefunden hab ich Dich nicht. Also nicht immer. Eigentlich sehr selten. Du warst schon da, aber gesehen hab ich dich nicht. Vielleicht hast dich auch unsichtbar gemacht. Vielleicht war dir alles zuviel. Vielleicht warst überfordert mit allem. Besonders mit dir selbst. Das kann schon sein. Das hat mir aber nix gebracht, weil gebraucht hätt ich dich trotzdem. So sehr. Für Dich gibt es keinen Ersatz. Habs probiert mir einen zu suchen, schon öfter, aber geklappt hat es nie. Wie auch? Dein Platz ist besetzt. Eigentlich mit Dir. Aber trotzdem ist er leer. Schade. Sehr schade. Willst du ihn nicht haben, deinen Platz? Siehst du ihn nicht? Oder was ist los mit dir? Was war los mit dir?
Ich hab den Stuhl immer frei gehalten. Erst in letzer Zeit andere drauf gesetzt, die aber nie gepasst haben. Es ist dein Stuhl. Dein Platz.
Mein linker, linker Platz ist leer, da wünsch ich mir DICH her.
Blöd nur wenn du nicht kommst. Eingeladen hab ich dich schon oft. Früher. In letzter Zeit? Nein. Da nicht mehr. Da wollt ich über den Verlust nicht mehr traurig sein. Ich wollt ihn nicht mehr spüren und aushalten müssen. Wollt alles wegschieben. Aber das geht nicht. Das Wegschieben. Man schiebt und schiebt und am Ende stehst Du doch wieder da. Ungelöst und unklar.
Nach dir zu greifen, heißt meistens ins Leere fassen. Meistens. Nicht immer. Die wenigen Male, die du wirklich da warst, waren die Erfüllungen meines Lebens. Ein so ersehntes Heimkommen. Aber angekommen, schon wieder aus dem warmen Nest gestoßen. Hast keinen Platz gehabt. Weder für mich, noch für dich. Noch für den Rest der Welt.
Das Loch ist so groß. Ich hab immer wieder versucht es zu stopfen. Aber mit was? Ich hab soviel geweint. Aber auch das ist ein Faß ohne Boden.
Es heißt die Sehnsucht aushalten und sich damit abfinden, was ist.
So vieles war immer unklar. Wie im Nebel gehüllt. Du hast das nie böse gemeint. Das weiß ich ganz sicher. Hast immer versucht alles für mich zu tun. Dein Gedanke galt ganz oft mir. Und deine Liebe für mich ist grenzenlos. Auch das weiß ich ganz sicher.
Nur leider bist du so verdammt schwach wenn es darum geht für deine Liebsten ein zustehen. Sie zu beschützen. Klar. Du kannst dich selbst ja auch nicht beschützen. Du kannst mich nicht lieben so wie ich bin, weil du mich gar nicht sehen kannst, so wie ich bin, weil du dich gar nicht sehen kannst, so wie du bist und dich deshalb auch nicht lieben kannst so wie du bist.
Das weiß ich inzwischen auch.
Wenn man immer versucht es jedem recht zu machen, verliert man am Ende alles.
Du hast viel verloren. Sehr viel.
Ich wünsch mir dich so sehr. Ein Wunsch der aber nicht in Erfüllung gehen wird. Und auch nicht gehen kann. Denn du wirst nie meiner Vorstellung von dem was ich mir wünsche entsprechen. Was ich bräuchte? Ja. Vielleicht.
Vielleicht bräucht ich dich anderes. Vielleicht wär ich dann anders. Aber es ist sinnlos sich darüber Gedanken zu machen.
Ich bin wer ich bin - und das ist auch gut so. (Danke Herr Wowereit)
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