Samstag, 19. April 2014

No Plan B

Ich mag Van Morrison. No Plan B - so heißt eine Platte von ihm. Gestern Abend wurde ich danach gefragt. Gestern Abend ist mir der Name nicht eingefallen. War wohl zu abgelenkt. Vielleicht hätte es was verändert. Wenn mir der Name eingefallen wäre. Wenn ich mich daran erinnert hätte, dass es manchmal einfach keinen Plan B gibt.Vielleicht weil Plan A zu perfekt erscheint,oder vielleicht weil es gar nicht klar ist, dass die Zeit für Pläne schon gekommen ist. Mein Herz hat das von Anfang an gecheckt. Vom ersten Moment an hat mein kleines Herz angefangen Pläne zu schmieden. Das ist so nicht ganz richtig, es hat nicht angefangen mehrer Pläne zu schmieden, sondern nur einen ganz bestimmten Plan! Plan A! Was heissen soll, dass ich dachte der Plan würde wie folgt aussehen: das männliche Gegenüber kennenlernen, abklopfen nach eventuellen Unebenheiten, um sich werben lassen und zum gegebenen Zeitpunkt verlieben. So hätte er aussehen sollen. Der perfekte Plan! Alles unter Kontrolle. YES!!! Blöd nur, dass es nicht ganz so lief, dass es unkontrollierbar war. Das gut gemeinte Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen wäre eigentlich kein schlechter Anfang gewesen. Aber dann hat mir genau der Teil meines Körpers dazwischen gefunkt von dem ich eigentlich dachte, er wäre total gechillt. Mein Herz! Dieses kleine, verflixte Ding. Mein Herz hat sich komplett gegen die aufgestellten Regeln gestellt. Lässig, mit einem müden Lächeln an den gedanklichen Schranken vorbei geschlichen um dann zum gegebenen Zeitpunkt zu zuschlagen. Mieser Verräter! Und der Schlag war wirklich laut! Ich kann ihn immer noch hören und vor allen Dingen, kann ich ihn spüren. Die erhoffte Antwort, das klare Statment von meinem männlichen Gegenüber lässt auf sich warten. Ob es je kommen wird? Wer weiss. Kann passieren oder auch nicht... Aber nun sitze ich da. Höre Van Morrison und bin planlos. Total super... Ich habe ein schmerzendes Herz zu beruhigen, gedanklich bin ich irgendwo im Nirvana und eigentlich weiß ich gar nicht so recht wie das alles so schnell kommen konnte. Na, mein kluger Kopf ist wohl doch nicht so klug und mein Herz nicht so gechillt, wie ich es mir vorstellte. Wie ich es gerne gehabt hätte. Vor zwei Wochen war noch alles super. Vor zwei Wochen hatte ich genau einen Plan und der hieß mein eigenes Ding durchziehen. Aber was genau ist eigentlich mein eigenes Ding? War oder ist es nicht immer mein Anspruch gewesen, alles zu leben? Alles zu fühlen? Und im Gefühlten neue Inspiration zu finden? Einen neuen Weg, einen neuen Plan? Oder ist es manchmal der beste Plan, keinen zu haben? Sich still zurück zusetzen und abzuwarten? Ist es nicht oft so, dass Dinge, die minutiös geplant und akribisch verfolgt werden nicht funktionieren, einfach nur, weil es nicht sein soll? Und im Gegenzug dazu Geschehnisse eintreten, obwohl der Plan genau und bewußt dagegenläuft? Nur weil es einfach anders passiert? Van Morrison singt gerade "Open the Door to your Heart and your Soul". Wie ich finde, ein super Plan!

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