Montag, 26. Juli 2010

Als die Elefantendame auf die mietzende Löwin traf

Diesen Blog widme ich einer Freundin.
Nicht irgendeiner, nein einer ganz bestimmten.
Sie ist groß und laut, temperamentvoll und ungezwungen. Sie hat eines der größten Herzen, welches hinter einem nicht minder großen Busen zu Hause ist.
Das zeichnet übrigens auch meine anderen engen Freunde aus, nicht ihre Brüste nein! sondern dass sie Herzen so groß wie eine Elefantenherde haben.

Unglaublich manchmal kann ich es gar nicht fassen so reich mit diesen wunderbaren Menschen beschenkt zu sein. Sie sind einfach da. Halten mich im Dunklen und heben mich ins Licht. Zeigen mir die Welt in einer anderen Beleuchtung. Und lieben mich so wie ich bin.Unglaublich!

Nun aber wieder zurück zu meiner Freundin für die ich diesen Blog hier schreibe.

Was sie auszeichnet ist ihre Verlässlichkeit, ihre Ehrlichkeit, ihre Stärke. Wie eine Löwin kämpft sie für die, die ihr wichtig sind. Ich gehöre dazu, dass macht mich sehr stolz.

Mit dem Kopf durch die Wand! Egal aus welchem Material diese ist. Manchmal ist die Wand so dick, dass sie nach dem Zusammenstoß mit allen vieren von sich gestreckt liegen bleibt. Erschöpft und nieder geschmettert, weil es nicht so funktioniert hat, wie sie das wollte oder erhoffte.
Aber so stark der Aufprall auch war, sie steht immer wieder auf. Den Kopf stolz nach oben gerichtet.

Sie ist eine Löwin, eine Königin, eine Kriegerin.

Eine unsagbar starke Frau mit einem Kern der weicher und verletzlicher nicht sein könnte. Eine kleine sensible Mietzekatze, die gerne gestreichelt und verwöhnt wird. Gehalten und getragen. Ihre Löwenmähne ist aber manchmal so dicht aufgestellt, dass man(n) das übersehen kann. Wie ein Hase beim Nestbau wird gebuddelt und gebuddelt. Es wird sich keine Pause gegönnt, denn die hat sie nicht verdient.
So meint sie.
Manchmal hat sie eine komische Angewohnheit. Sie blickt in den Spiegel und anstatt glücklich darüber zu sein, was sie dort sieht, ist sie unzufrieden und verunsichert. Vielleicht ist ihr Spiegel kaputt...?
Ich würde gerne mal durch ihre Augen sehen, damit ich den Kummer verstehen kann, denn so fällt es mir schwer. In meinen Augen ist sie wunderschön, in meinen Augen ist sie perfekt in all dem was nicht zu passen scheint, ist sie einzigartig.
Sie ist eine Anschieberin, eine Organisatorin - im Gegensatz zu mir! Wenn ich z.B. anfange mir zu überlegen was für ein Kleid ich eventuell zu einem Fest anziehen könnte, hat sie schon längst das komplette Fest organisiert. Wenn ich diese Freundin nicht hätte, dann würde mein Alltag um einiges verlöcherter aussehen. Sie ist es die mir immer wieder Nadel und Faden bringt und mir beim Ausbessern hilft, beim Brücken bauen. (Keine Angst, ich mach jetzt keinen auf Udo Lindenberg).

Ich liebe diese Freundin von ganzem Herzen.

Manchmal irritierend zu sehen wie diese stolze Frau verschüchtert weg sieht wenn man ihr ein Kompliment macht. Wie sie ganz selbstverständlich auf ein anderes Thema kommt wenn das Gesagte zu schön oder zu schmeichelnd für sie ist. Das hält sie nur schwer aus.
Aber sie arbeitet daran, wie sie an allem arbeitet, besonders an sich. Diese mietzende Löwin mit dem Elefantenherz geht mit sich ins Gericht und das nicht gerade zimperlich. Wie ich finde, oft zu arg.
Sie hinterfragt, reflektiert und versucht zu verstehen. Alles in sich aufzusaugen und zu verarbeiten.
Gäbe es mehr Menschen wie sie, die Welt wäre ein bunterer, schönerer und unterhaltsamerer Ort. (Das gilt für alle meine Freunde)

Ihr Motto lautet: Humor ist wenn man trotzdem lacht. Gerne räumt sie auch mal den einen oder anderen Keller auf, wenn der wie sie sagt "Saustall" zu groß wird.
Sie ist eine recht reinliche Mietzekatze, die durch aus auch mal ganz schnell von null auf hundert rauschen kann... wenn der, ich zitiere, "Schmarrn zu bunt wird".

In ihrer Vehemenz ist sie schwer erreichbar. Sie akzeptiert das Leben nicht einfach so. Sie stellt es in Frage. Sie würde keinen Menschen, nur wegen seines Aussehens oder seines Ranges respektieren. Respekt muss man sich bei ihr erarbeiten.
Sie ist die Löwin, die ihren Lieben ein zu Hause gibt. Manchmal vergessen ihre Lieben leider, ihr ebenfalls eines zu geben. Dann zieht sie sich verletzt zurück und leckt ihre Wunden. Sie würde sich selbst dabei aber niemals leid tun.

Krieger kämpfen und erholen sich für den nächsten Kampf und dann kämpfen sie weiter...

Ich sehe wie wunderschön sie ist und ich wünsche mir, dass sie es auch sehen kann, denn dann würde sie vielleicht das eine oder andere Mal ihre Waffen niederlegen und einfach nur sein.
Sein was und wie sie ist.

Eine großartige, wundervolle und einzigartige, brüllende Mietzekatze mit einem riesengroßen Herzen. :-)

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