Freitag, 2. Mai 2014
Absprung
Den richtigen Absprung schaffen kann in diversen Situationen lebenswichtig und lebenserhaltend sein. Befinde ich mich beispielsweise in einem Flugzeug um einen Fallschirmsprung zu absolvieren, sollte ich nicht unbedingt mit dem Kopf nach unten springen. Das Aufkommen könnte leicht problematisch werden. Auch beim Hoch- oder Weitsprung ist ein klar kalkulierter, konzentrierter und kraftvoller Abspung die Vorraussetzung für ein gutes Ergebnis. Je nach Talent ist die Technik hierfür gut erlernbar.
Aber was ist mit den täglichen Herausforderungen die das Leben zu bieten hat? Die kleinen oder auch teilweise großen Absprünge, welche wir zu meisten haben? Benötigen wir dafür Talent? Gibt es hierfür eine Technik, ein Lehrbuch, in welchem wir den richtigen Absprung zur richtigen Zeit lernen können? Wenn ja, dann würde man doch nicht allzu lange in einer unbefriedigenden Situation bleiben, oder? Wenn wir immer wüssten wann es Zeit ist abzuspringen würden wir dann alle ein besseres Leben führen? Vielleicht.
Wieviele von uns stecken in einem Job fest, der uns nicht befriedigt? Wieviele erliegen der beruhigenden Ausrede, würde man einen besseren finden, man sofort gehen könnte. Aber ist das wirklich der wahre Grund? Das Warten auf bessere Zeiten? Verhaftet im alten Muster, wartent auf .... ja auf was eigentlich? Darauf das es besser wird. Klar. Aber wie kann es besser werden? Wie können wir uns aus eingefahrenen Situationen herausmanövrieren ohne dabei sofort den Boden zu verlieren?
Den richtigen Absprung schaffen. Woher weiß ich, dass ich nicht vielleicht zu früh abspringe oder doch zu spät?
In zwischenmenschlichen Beziehungen erlebe ich dieses Phänomän immer wieder. (nicht nur am eigenen Leib)Ich kenne Paare, welche über Jahre eine Partnerschaft pflegen, welche eigentlich nur noch aus Gewohnheiten besteht. Diese sicherlich vertraut für beide Seiten, aber doch unterm Strich, bremsend für die eigene Weiterentwicklung und den eigenen Weg. Ich kenne Paare, welche nur noch neben sich herleben, ohne Sicht auf den anderen oder sich selbst, ohne leidenschaftliche Begegnungen und ohne Inspiration für ein gemeinsames Morgen. Teilweise quälend im Nebeneinander verhaftet.
Warum, frage ich mich, springen diese Menschen nicht?
Weil wohl ein klarer Absprung, eine Trennung bedeutet. Denn so sehr wir in den verschiedensten Beziehung unglücklich festgefahren sind, so bequem und standhaft sind wir auch darin.
Gewohnheiten schaffen Vertrauen.
Wenn ich mich in einer Partner- oder Freundschaft befinde, welche ihre eintönigen aber auch sicheren Gewohnheiten pflegt, muss ich mir keine Gedanken machen, wie es wäre, wenn ich alleine bin. Verringert sich dadurch das Risiko unglücklich zu sein? Nehmen wir deshalb das kleine Unglücklichsein hin um nicht komplett im Nichts zu versinken?
Aber ist es wirklich nur das? Die Bequemlichkeit? Das Sicherheitsdenken? Die Angst vorm alleine sein?
Bedeutet ein Absprung aus einer Beziehung nicht auch das Risiko etwas zu verpassen? Beim zu frühen Absprung zum Beispiel. Besteht da nicht die Gefahr der Entwicklung eine zu geringe Chance zu geben? Ich kenne Menschen, welche sobald das Zusammensein einen verwirrenden Verlauf nimmt abspringen, nur um sich mit der gegebenen Situation nicht auseinander setzen zu müssen. Diese Menschen wiegen sich ebenfalls in einer Sicherheit. Doch ich denke auch diese Sicherheit hat ein trügerisches Gesicht. Bedeutet seinen eigenen Weg gehen, nicht auch manchmal stehen zu bleiben? Für beides benötige ich Mut. Fürs Stehen, wie fürs Springen. Mut sich auf Neues einzulassen, oder Altes zu klären. Aber ich glaube beides kann nur funktionieren, wenn wir mit Leib und Seele, mit dem Herzen und auch dem Verstand dabei sind. Wenn die Seele zu sehr schmerzt, der Verstand einen aber immer noch zum springen oder stehen zwingt, dann ist für jeden die Zeit gekommen aus der Situation hinauszuspringen. Schaffen wir den Absprung dann noch mit einer Protion Selbstvertrauen, dann, und davon bin ich überzeugt, wird unser Mut belohnt.
Sonntag, 27. April 2014
Genieße den Moment
Wer die Überschrift meines heutigen Beitrages liest könnte meinen, ich käme gerade aus einem 3-tägigen Yogaseminar, wo ich die eigene Mitte finden und halten, da sein im hier und jetzt und noch andere sehr schöne Dinge geübt hätte.
Dem ist aber nicht so. Was nicht heißen soll, dass ich in den letzten Tagen keine schönen Dinge erlebt hätte, dazu muss ich in kein Camp fahren. Meine letzten Tage waren sehr gedankenreich.
Genieße den Moment. - Über diesen Satz mache ich mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken. Wahrscheinlich weil ich ihn immer wieder höre.
Dieser Satz hört sich im ersten Moment sehr schön an.
Und ich glaube es ist auch wirklich oft ein gut gemeinter Rat oder Vorhaben. Gerade da wir ja immer wieder versuchen uns von Problemen freizumachen,im Moment zu sein und nicht schon wieder drei Tage voraus.
Für mich beeinhaltet dieser Satz aber auch etwas sehr Verwirrendes, manchmal auch Bedrohliches.
Wenn ich den Moment genieße, dann mache ich mir keine Gedanken über Morgen. Oder?
Aber wie kann ich den Moment genießen, wenn ich nicht weiß was Morgen ist? Meistens wenn ich diese Frage stelle, bekomme ich eine sehr kluge Antwort. ES ist eigentlich immer die selbe. Ich sollte mir doch mal die Leute anschauen, welche beispielsweise auf den Philippinen leben. Diese Menschen denken nicht an morgen. Bei diesen Menschen zählt der MOment.
Bei diesen Menschen klappt das hervorragend. Ja, klar!!!
Ganz ehrlich - wenn ich das nächste Mal eine derartige Antwort auf meine Frage bekomme, dann werde ich der betreffenden Person - egal wer sie ist - dirket vor die Füsse kotzen.
1. Ich lebe nicht auf den Philippinen, wo die Armut das Leben beherrscht und es im "Moment sein" bedeutet, wo die nächste Mahlzeit zu finden ist, weil man sonst verhungert (tolles Morgen). Sondern ich lebe in Deutschland. In meiner Kultur gibt es Krankenversicherungen, einmal im Jahr einen Rentenbescheid, Haus und Grundsteuer, Lebensversicherungen und noch vieles mehr, was das Morgen sichert. Ich lebe in einem Land der Ver- und Absicherungen!
2. Kommt es immer darauf an wann und zu welcher Situation dieser SAtz kommt. Klar, kann ich den Moment genießen, wenn ich in einer Achterbahn sitze, für die Fahrt bezahlt habe und weiß in sechs Minuten ist alles vorbei.
Und natürlich kann ich auch wunderbar den Moment genießen, wenn ich weiß, dass das Morgen gesichert ist. Dass es, egal um was es geht überhaupt ein MOrgen gibt!!!
Und nun nochmal meine FRage an alle die meinen es besser zu wissen: Wie kann ich den Moment genießen, wenn ich nicht weiß, wie es morgen weitergeht? Wie kann ich mich voll und ganz auf die Situation einlassen (und ich meine hier wirklich nicht nur Liebesdinge)wenn ich oder mein GEgenüber nicht bereit ist, die VErantwortung für Morgen zu tragen?
Heißt es nicht, die Dinge die ich sähe, ernte ich auch?
Gibt es nicht ein unumstößliches Gesetzt von Ursache und Wirkung?
Was ist damit?
Wie kann ich den Moment genießen, wenn mein Innerstes mich vor dem Morgen warnt? Wenn die Seele nach Klarheit schreit?
Gerade jetzt, genieße ich den Moment, das Schreiben, die Fragen die ich stelle, weil ich weiß, dass sie mich morgen schon wieder ein Stück weitergebracht haben.
Samstag, 19. April 2014
No Plan B
Ich mag Van Morrison.
No Plan B - so heißt eine Platte von ihm. Gestern Abend wurde ich danach gefragt. Gestern Abend ist mir der Name nicht eingefallen. War wohl zu abgelenkt. Vielleicht hätte es was verändert. Wenn mir der Name eingefallen wäre. Wenn ich mich daran erinnert hätte, dass es manchmal einfach keinen Plan B gibt.Vielleicht weil Plan A zu perfekt erscheint,oder vielleicht weil es gar nicht klar ist, dass die Zeit für Pläne schon gekommen ist.
Mein Herz hat das von Anfang an gecheckt.
Vom ersten Moment an hat mein kleines Herz angefangen Pläne zu schmieden. Das ist so nicht ganz richtig, es hat nicht angefangen mehrer Pläne zu schmieden, sondern nur einen ganz bestimmten Plan!
Plan A!
Was heissen soll, dass ich dachte der Plan würde wie folgt aussehen: das männliche Gegenüber kennenlernen, abklopfen nach eventuellen Unebenheiten, um sich werben lassen und zum gegebenen Zeitpunkt verlieben. So hätte er aussehen sollen. Der perfekte Plan! Alles unter Kontrolle. YES!!!
Blöd nur, dass es nicht ganz so lief, dass es unkontrollierbar war.
Das gut gemeinte Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen wäre eigentlich kein schlechter Anfang gewesen. Aber dann hat mir genau der Teil meines Körpers dazwischen gefunkt von dem ich eigentlich dachte, er wäre total gechillt.
Mein Herz! Dieses kleine, verflixte Ding.
Mein Herz hat sich komplett gegen die aufgestellten Regeln gestellt. Lässig, mit einem müden Lächeln an den gedanklichen Schranken vorbei geschlichen um dann zum gegebenen Zeitpunkt zu zuschlagen. Mieser Verräter!
Und der Schlag war wirklich laut! Ich kann ihn immer noch hören und vor allen Dingen, kann ich ihn spüren. Die erhoffte Antwort, das klare Statment von meinem männlichen Gegenüber lässt auf sich warten. Ob es je kommen wird? Wer weiss.
Kann passieren oder auch nicht...
Aber nun sitze ich da. Höre Van Morrison und bin planlos.
Total super...
Ich habe ein schmerzendes Herz zu beruhigen, gedanklich bin ich irgendwo im Nirvana und eigentlich weiß ich gar nicht so recht wie das alles so schnell kommen konnte. Na, mein kluger Kopf ist wohl doch nicht so klug und mein Herz nicht so gechillt, wie ich es mir vorstellte. Wie ich es gerne gehabt hätte.
Vor zwei Wochen war noch alles super. Vor zwei Wochen hatte ich genau einen Plan und der hieß mein eigenes Ding durchziehen. Aber was genau ist eigentlich mein eigenes Ding? War oder ist es nicht immer mein Anspruch gewesen, alles zu leben?
Alles zu fühlen? Und im Gefühlten neue Inspiration zu finden? Einen neuen Weg, einen neuen Plan?
Oder ist es manchmal der beste Plan, keinen zu haben? Sich still zurück zusetzen und abzuwarten?
Ist es nicht oft so, dass Dinge, die minutiös geplant und akribisch verfolgt werden nicht funktionieren, einfach nur, weil es nicht sein soll?
Und im Gegenzug dazu Geschehnisse eintreten, obwohl der Plan genau und bewußt dagegenläuft? Nur weil es einfach anders passiert?
Van Morrison singt gerade "Open the Door to your Heart and your Soul".
Wie ich finde, ein super Plan!
Donnerstag, 4. November 2010
Krieg und Frieden Teil 2
Mit gezogenem Schwert in den Kampf, an die Front. Es gibt nicht nur eine Front, nein das wäre ja verdammt langweilig und fast zu leicht.
Es sind einige Fronten, einige Schlachten die es zu verteidigen oder zu gewinnen gilt.
Gestatten ich bin´s Jeanne d´Arc! Unerschrocken und bereit zu sterben, für die gute Sache!Mit Rüstung, Ross, Schwert und Banner.
Äh Moment mal. War die liebe Jenny nicht eine komplett durchgeknallte, die dem heiligen Gral in Form eines feschen Königs hinterher gelaufen ist, den zu erobern sie mit des heiligen Michaels Hilfe und der lieben Margarethes Worte bis an den Rand des Wahnsinns oder noch besser gleich auf den Scheiterhaufen getrieben hat?
O.k. ich sollte mir ernsthafte Gedanken machen. Vielleicht auch einen Termin bei meiner Therapeutin. Kann ja nix schaden.
Warum dieser Stress? Warum dieser Druck? Eigentlich wollte ich doch nur endlich meine Ruhe haben. Ich wollte meine störenden Geister endlich beseitigen. Also auf jeden Fall erziehen, dass sie nach meiner Pfeife tanzen und nicht ich immer Opfer ihrer Launen bin.
Was aber wenn ich das garnicht bin, sondern ich einzig und allein Opfer meiner Launen bin?
Ah nee, das wär echt blöd und wirklich zu viel für mich. Mal angenommen ich habe mit dieser Theorie recht. Dann ist aller Wirkung Ende meine Ursache. Dann habe ich bekommen was ich gesät habe.
Unklarheit.
Na, vielen Dank, da müht man sich Jahre lang ab um mit allem und jeden ein gutes Verhältnis zu haben und dann hat man am Ende genau das Gegenteil. Was ist eigentlich das Gegenteil von einem "guten" Verhältnis? Ein "schlechtes" oder ein "gut gemeintes"? Wahrscheinlich das gut gemeinte, denn das setzt voraus, dass es unehrlich ist und somit defenitiv das Gegenteil eines guten Verhältnisses.
Kommt irgendwer noch mit?
Zum schlechten Verhältnis zu stehen, es auszuhalten mit allem was damit verbunden ist. Wäre das nicht ein Anfang für ein gutes Verhältnis? Ja vielleicht. Wenn es da nicht die ganzen Zweifel gäbe. Ein gutes Verhältnis kann auch einfach die Akzeptanz dafür sein, dass zwei Menschen sich einfach auf den Tot nicht ausstehen können. Dass die gemeinsame Vergangenheit wie ein Fluch auf einen lastet und die gegenseitigen Verletzungen bis in die Gegenwart anhalten.
Für einen Harmonie bedürftigen Menschen wie ich es bin wirklich sehr schwer anzunehmen. Ich möcht doch alles so gerne rund haben. Jeder hat sich lieb und alle sind glücklich.
Manchmal geht das aber leider nicht. So ist das eben.
Aber ich bin doch Jenny. Ich kämpf doch für den Frieden oder für was kämpf ich eigentlich genau?
Für meine Ruhe. Aber kann man dafür wirklich kämpfen?
Krieg, Frieden, Ruhe, Kampf alles sehr bedeutsame Wörter.
Aber wo ist denn da das Ende?
Die Waffen niederlegen und einfach sein lassen was ist. Es sehen und akzeptieren.Den Schmerz aushalten und ihn annehmen. Als Vorboten des Friedens.
Denn Frieden kehrt ein wenn ich mir meines eigenen Kampfes sicher bin und ihn bei aller Dramatik doch nicht zu ernst nehme.
Es sind einige Fronten, einige Schlachten die es zu verteidigen oder zu gewinnen gilt.
Gestatten ich bin´s Jeanne d´Arc! Unerschrocken und bereit zu sterben, für die gute Sache!Mit Rüstung, Ross, Schwert und Banner.
Äh Moment mal. War die liebe Jenny nicht eine komplett durchgeknallte, die dem heiligen Gral in Form eines feschen Königs hinterher gelaufen ist, den zu erobern sie mit des heiligen Michaels Hilfe und der lieben Margarethes Worte bis an den Rand des Wahnsinns oder noch besser gleich auf den Scheiterhaufen getrieben hat?
O.k. ich sollte mir ernsthafte Gedanken machen. Vielleicht auch einen Termin bei meiner Therapeutin. Kann ja nix schaden.
Warum dieser Stress? Warum dieser Druck? Eigentlich wollte ich doch nur endlich meine Ruhe haben. Ich wollte meine störenden Geister endlich beseitigen. Also auf jeden Fall erziehen, dass sie nach meiner Pfeife tanzen und nicht ich immer Opfer ihrer Launen bin.
Was aber wenn ich das garnicht bin, sondern ich einzig und allein Opfer meiner Launen bin?
Ah nee, das wär echt blöd und wirklich zu viel für mich. Mal angenommen ich habe mit dieser Theorie recht. Dann ist aller Wirkung Ende meine Ursache. Dann habe ich bekommen was ich gesät habe.
Unklarheit.
Na, vielen Dank, da müht man sich Jahre lang ab um mit allem und jeden ein gutes Verhältnis zu haben und dann hat man am Ende genau das Gegenteil. Was ist eigentlich das Gegenteil von einem "guten" Verhältnis? Ein "schlechtes" oder ein "gut gemeintes"? Wahrscheinlich das gut gemeinte, denn das setzt voraus, dass es unehrlich ist und somit defenitiv das Gegenteil eines guten Verhältnisses.
Kommt irgendwer noch mit?
Zum schlechten Verhältnis zu stehen, es auszuhalten mit allem was damit verbunden ist. Wäre das nicht ein Anfang für ein gutes Verhältnis? Ja vielleicht. Wenn es da nicht die ganzen Zweifel gäbe. Ein gutes Verhältnis kann auch einfach die Akzeptanz dafür sein, dass zwei Menschen sich einfach auf den Tot nicht ausstehen können. Dass die gemeinsame Vergangenheit wie ein Fluch auf einen lastet und die gegenseitigen Verletzungen bis in die Gegenwart anhalten.
Für einen Harmonie bedürftigen Menschen wie ich es bin wirklich sehr schwer anzunehmen. Ich möcht doch alles so gerne rund haben. Jeder hat sich lieb und alle sind glücklich.
Manchmal geht das aber leider nicht. So ist das eben.
Aber ich bin doch Jenny. Ich kämpf doch für den Frieden oder für was kämpf ich eigentlich genau?
Für meine Ruhe. Aber kann man dafür wirklich kämpfen?
Krieg, Frieden, Ruhe, Kampf alles sehr bedeutsame Wörter.
Aber wo ist denn da das Ende?
Die Waffen niederlegen und einfach sein lassen was ist. Es sehen und akzeptieren.Den Schmerz aushalten und ihn annehmen. Als Vorboten des Friedens.
Denn Frieden kehrt ein wenn ich mir meines eigenen Kampfes sicher bin und ihn bei aller Dramatik doch nicht zu ernst nehme.
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Krieg und Frieden
Gehe hin in Frieden...
Hört sich schön an. Was aber wenn der Frieden nicht echt ist und der Unfrieden nicht unecht wäre? Was wenn der Frieden hinkt? Was wenn ich nicht im Frieden gehen kann, weil der Krieg noch nicht durchwandert ist?
Ein sehr weiser Mann meinte einmal, dass der unehrlichste Frieden immer noch besser sei als ein ehrlicher Krieg.
Damit hat er sicher recht, wenn er mit "Krieg" Zerstörung, Hunger, Tod und andere grausame Taten meint. Was ist aber mit dem "Krieg" oder etwas kleiner geschrieben, dem "Unfrieden" im Alltag, im täglichen Leben? Wann lohnt es sich wirklich friedlich zu schweigen?
Gerade in diesen Tagen kreisen meine Gedanken immer wieder um meinen verschlossenen Mund. Situationen explodieren wenn man ihnen im Vorfeld zu wenig Klarheit, Ehrlichkeit geschenkt hat. Aber wenn das nur immer so einfach wäre mit der Ehrlichkeit.
Ehrlich ist es jemanden, den man mag, nicht weh tun zu wollen. Das ist eine ehrliche Einstellung zu diesem Menschen. Wenn nun aber die eigene Realität nicht mit der Vorstellung des anderen übereinstimmt.... Ja, was dann?
Dann ist man(n)/frau/ich/wir/alle echt gefordert.
Gefordert was es den eigenen, inneren Konflikt auzuhalten heißt. Gefordert wenn es darum geht die richtige Entscheidung zu treffen. Sage ich die Wahrheit, bin ich ehrlich zu mir, zu dem anderen ABER! es ist sehr leicht möglich, dass der andere verletzt ist oder womöglich sogar verärgert oder auch stinksauer.
Ist mir das die Wahrheit wert? Wo möglich dadurch den anderen zu verlieren?
Ehrlich seine Meinung sagen wenn es darum geht welches T-Shirt schöner ist, sollte kein Problem sein. Aber ehrlich seine Meinung sagen wenn es um den Inhalt der Freudschaft geht, wenn es um existentielle Dinge wie die eigenen Bedürfnisse und Gefühle geht? Da hat die klare Meinungsäußerung schon gleich ein viel unbequemeres Gewand an.
Das mit der Bequemlichkeit ist auch so eine Sache. Sich "auseinander setzen" ist je nach Schwere, oft sehr anstrengend. Es erfordert viel Kraft und Zeit. Viel innere Mitte. Und es erfordert vor allen Dingen viel Mut.
Jetzt ist es raus. Das Ding mit dem Mut.
Soll ich mutig mein Schwert zum Kampf ziehen und brüllend in die Schlacht mich stürzen? Oder bleib ich einfach sitzen, schau ein bisschen in die Sonne und lass den Mut mit sich selbst spielen? Eine sehr gute Frage. Wann lohnt es sich mutig zu sein?
Immer.
Wenn Mut heißt zu sich und den eigenen Bedürfnissen zu stehen. Wenn Mut heißt auf sein Herz zu hören. Es zu beschützen. Das eigene Herz ist das innere Kind und der Mut ist die Mutter. Welche Mutter würde sein Kind nicht beschützen? Es liebevoll umarmen und es für die Außenwelt stark machen.
Der Weg der Klarheit ist immer der beste Weg, wenn auch bei Zeiten sehr anstrengend. Die Steine, die da heran gerollt kommen, sind nicht immer die der anderen. Sehr oft die eigenen. Blöd. Ist aber so. Bei mir auf jeden Fall.
Die eigenen Unzulänglichkeiten, mit denen es sich auseinander zu setzten gilt ohne sich dabei fertig zu machen.
Das ist mutig. Das Hinschauen.
Ich laufe vor einem Hund weg, der genau so schnell ist wie ich selbst. Ich laufe und laufe und kann ihm nicht entkommen. Wie auch? Er ist genau so schnell wie ich.
Wie lange meine ich das durch halten zu können?
Jetzt ist es nun so, dass ich durchaus eine Frau im besten Alter bin, aber bei aller Liebe nicht mehr blutjung.
Ich für meinen Teil bleibe stehen. Und schaue mir den Hund an. Wenn der Hund sich zu mir setzt spreche ich mit ihm und dann ...
... dann gehe ich in Frieden.
Hört sich schön an. Was aber wenn der Frieden nicht echt ist und der Unfrieden nicht unecht wäre? Was wenn der Frieden hinkt? Was wenn ich nicht im Frieden gehen kann, weil der Krieg noch nicht durchwandert ist?
Ein sehr weiser Mann meinte einmal, dass der unehrlichste Frieden immer noch besser sei als ein ehrlicher Krieg.
Damit hat er sicher recht, wenn er mit "Krieg" Zerstörung, Hunger, Tod und andere grausame Taten meint. Was ist aber mit dem "Krieg" oder etwas kleiner geschrieben, dem "Unfrieden" im Alltag, im täglichen Leben? Wann lohnt es sich wirklich friedlich zu schweigen?
Gerade in diesen Tagen kreisen meine Gedanken immer wieder um meinen verschlossenen Mund. Situationen explodieren wenn man ihnen im Vorfeld zu wenig Klarheit, Ehrlichkeit geschenkt hat. Aber wenn das nur immer so einfach wäre mit der Ehrlichkeit.
Ehrlich ist es jemanden, den man mag, nicht weh tun zu wollen. Das ist eine ehrliche Einstellung zu diesem Menschen. Wenn nun aber die eigene Realität nicht mit der Vorstellung des anderen übereinstimmt.... Ja, was dann?
Dann ist man(n)/frau/ich/wir/alle echt gefordert.
Gefordert was es den eigenen, inneren Konflikt auzuhalten heißt. Gefordert wenn es darum geht die richtige Entscheidung zu treffen. Sage ich die Wahrheit, bin ich ehrlich zu mir, zu dem anderen ABER! es ist sehr leicht möglich, dass der andere verletzt ist oder womöglich sogar verärgert oder auch stinksauer.
Ist mir das die Wahrheit wert? Wo möglich dadurch den anderen zu verlieren?
Ehrlich seine Meinung sagen wenn es darum geht welches T-Shirt schöner ist, sollte kein Problem sein. Aber ehrlich seine Meinung sagen wenn es um den Inhalt der Freudschaft geht, wenn es um existentielle Dinge wie die eigenen Bedürfnisse und Gefühle geht? Da hat die klare Meinungsäußerung schon gleich ein viel unbequemeres Gewand an.
Das mit der Bequemlichkeit ist auch so eine Sache. Sich "auseinander setzen" ist je nach Schwere, oft sehr anstrengend. Es erfordert viel Kraft und Zeit. Viel innere Mitte. Und es erfordert vor allen Dingen viel Mut.
Jetzt ist es raus. Das Ding mit dem Mut.
Soll ich mutig mein Schwert zum Kampf ziehen und brüllend in die Schlacht mich stürzen? Oder bleib ich einfach sitzen, schau ein bisschen in die Sonne und lass den Mut mit sich selbst spielen? Eine sehr gute Frage. Wann lohnt es sich mutig zu sein?
Immer.
Wenn Mut heißt zu sich und den eigenen Bedürfnissen zu stehen. Wenn Mut heißt auf sein Herz zu hören. Es zu beschützen. Das eigene Herz ist das innere Kind und der Mut ist die Mutter. Welche Mutter würde sein Kind nicht beschützen? Es liebevoll umarmen und es für die Außenwelt stark machen.
Der Weg der Klarheit ist immer der beste Weg, wenn auch bei Zeiten sehr anstrengend. Die Steine, die da heran gerollt kommen, sind nicht immer die der anderen. Sehr oft die eigenen. Blöd. Ist aber so. Bei mir auf jeden Fall.
Die eigenen Unzulänglichkeiten, mit denen es sich auseinander zu setzten gilt ohne sich dabei fertig zu machen.
Das ist mutig. Das Hinschauen.
Ich laufe vor einem Hund weg, der genau so schnell ist wie ich selbst. Ich laufe und laufe und kann ihm nicht entkommen. Wie auch? Er ist genau so schnell wie ich.
Wie lange meine ich das durch halten zu können?
Jetzt ist es nun so, dass ich durchaus eine Frau im besten Alter bin, aber bei aller Liebe nicht mehr blutjung.
Ich für meinen Teil bleibe stehen. Und schaue mir den Hund an. Wenn der Hund sich zu mir setzt spreche ich mit ihm und dann ...
... dann gehe ich in Frieden.
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Wo?
Ich hätte Dich so dringend gebraucht.
Immer und immer wieder. Ich stand da und hab mich umgeschaut. Nach dir geschaut. Aber gefunden hab ich Dich nicht. Also nicht immer. Eigentlich sehr selten. Du warst schon da, aber gesehen hab ich dich nicht. Vielleicht hast dich auch unsichtbar gemacht. Vielleicht war dir alles zuviel. Vielleicht warst überfordert mit allem. Besonders mit dir selbst. Das kann schon sein. Das hat mir aber nix gebracht, weil gebraucht hätt ich dich trotzdem. So sehr. Für Dich gibt es keinen Ersatz. Habs probiert mir einen zu suchen, schon öfter, aber geklappt hat es nie. Wie auch? Dein Platz ist besetzt. Eigentlich mit Dir. Aber trotzdem ist er leer. Schade. Sehr schade. Willst du ihn nicht haben, deinen Platz? Siehst du ihn nicht? Oder was ist los mit dir? Was war los mit dir?
Ich hab den Stuhl immer frei gehalten. Erst in letzer Zeit andere drauf gesetzt, die aber nie gepasst haben. Es ist dein Stuhl. Dein Platz.
Mein linker, linker Platz ist leer, da wünsch ich mir DICH her.
Blöd nur wenn du nicht kommst. Eingeladen hab ich dich schon oft. Früher. In letzter Zeit? Nein. Da nicht mehr. Da wollt ich über den Verlust nicht mehr traurig sein. Ich wollt ihn nicht mehr spüren und aushalten müssen. Wollt alles wegschieben. Aber das geht nicht. Das Wegschieben. Man schiebt und schiebt und am Ende stehst Du doch wieder da. Ungelöst und unklar.
Nach dir zu greifen, heißt meistens ins Leere fassen. Meistens. Nicht immer. Die wenigen Male, die du wirklich da warst, waren die Erfüllungen meines Lebens. Ein so ersehntes Heimkommen. Aber angekommen, schon wieder aus dem warmen Nest gestoßen. Hast keinen Platz gehabt. Weder für mich, noch für dich. Noch für den Rest der Welt.
Das Loch ist so groß. Ich hab immer wieder versucht es zu stopfen. Aber mit was? Ich hab soviel geweint. Aber auch das ist ein Faß ohne Boden.
Es heißt die Sehnsucht aushalten und sich damit abfinden, was ist.
So vieles war immer unklar. Wie im Nebel gehüllt. Du hast das nie böse gemeint. Das weiß ich ganz sicher. Hast immer versucht alles für mich zu tun. Dein Gedanke galt ganz oft mir. Und deine Liebe für mich ist grenzenlos. Auch das weiß ich ganz sicher.
Nur leider bist du so verdammt schwach wenn es darum geht für deine Liebsten ein zustehen. Sie zu beschützen. Klar. Du kannst dich selbst ja auch nicht beschützen. Du kannst mich nicht lieben so wie ich bin, weil du mich gar nicht sehen kannst, so wie ich bin, weil du dich gar nicht sehen kannst, so wie du bist und dich deshalb auch nicht lieben kannst so wie du bist.
Das weiß ich inzwischen auch.
Wenn man immer versucht es jedem recht zu machen, verliert man am Ende alles.
Du hast viel verloren. Sehr viel.
Ich wünsch mir dich so sehr. Ein Wunsch der aber nicht in Erfüllung gehen wird. Und auch nicht gehen kann. Denn du wirst nie meiner Vorstellung von dem was ich mir wünsche entsprechen. Was ich bräuchte? Ja. Vielleicht.
Vielleicht bräucht ich dich anderes. Vielleicht wär ich dann anders. Aber es ist sinnlos sich darüber Gedanken zu machen.
Ich bin wer ich bin - und das ist auch gut so. (Danke Herr Wowereit)
Immer und immer wieder. Ich stand da und hab mich umgeschaut. Nach dir geschaut. Aber gefunden hab ich Dich nicht. Also nicht immer. Eigentlich sehr selten. Du warst schon da, aber gesehen hab ich dich nicht. Vielleicht hast dich auch unsichtbar gemacht. Vielleicht war dir alles zuviel. Vielleicht warst überfordert mit allem. Besonders mit dir selbst. Das kann schon sein. Das hat mir aber nix gebracht, weil gebraucht hätt ich dich trotzdem. So sehr. Für Dich gibt es keinen Ersatz. Habs probiert mir einen zu suchen, schon öfter, aber geklappt hat es nie. Wie auch? Dein Platz ist besetzt. Eigentlich mit Dir. Aber trotzdem ist er leer. Schade. Sehr schade. Willst du ihn nicht haben, deinen Platz? Siehst du ihn nicht? Oder was ist los mit dir? Was war los mit dir?
Ich hab den Stuhl immer frei gehalten. Erst in letzer Zeit andere drauf gesetzt, die aber nie gepasst haben. Es ist dein Stuhl. Dein Platz.
Mein linker, linker Platz ist leer, da wünsch ich mir DICH her.
Blöd nur wenn du nicht kommst. Eingeladen hab ich dich schon oft. Früher. In letzter Zeit? Nein. Da nicht mehr. Da wollt ich über den Verlust nicht mehr traurig sein. Ich wollt ihn nicht mehr spüren und aushalten müssen. Wollt alles wegschieben. Aber das geht nicht. Das Wegschieben. Man schiebt und schiebt und am Ende stehst Du doch wieder da. Ungelöst und unklar.
Nach dir zu greifen, heißt meistens ins Leere fassen. Meistens. Nicht immer. Die wenigen Male, die du wirklich da warst, waren die Erfüllungen meines Lebens. Ein so ersehntes Heimkommen. Aber angekommen, schon wieder aus dem warmen Nest gestoßen. Hast keinen Platz gehabt. Weder für mich, noch für dich. Noch für den Rest der Welt.
Das Loch ist so groß. Ich hab immer wieder versucht es zu stopfen. Aber mit was? Ich hab soviel geweint. Aber auch das ist ein Faß ohne Boden.
Es heißt die Sehnsucht aushalten und sich damit abfinden, was ist.
So vieles war immer unklar. Wie im Nebel gehüllt. Du hast das nie böse gemeint. Das weiß ich ganz sicher. Hast immer versucht alles für mich zu tun. Dein Gedanke galt ganz oft mir. Und deine Liebe für mich ist grenzenlos. Auch das weiß ich ganz sicher.
Nur leider bist du so verdammt schwach wenn es darum geht für deine Liebsten ein zustehen. Sie zu beschützen. Klar. Du kannst dich selbst ja auch nicht beschützen. Du kannst mich nicht lieben so wie ich bin, weil du mich gar nicht sehen kannst, so wie ich bin, weil du dich gar nicht sehen kannst, so wie du bist und dich deshalb auch nicht lieben kannst so wie du bist.
Das weiß ich inzwischen auch.
Wenn man immer versucht es jedem recht zu machen, verliert man am Ende alles.
Du hast viel verloren. Sehr viel.
Ich wünsch mir dich so sehr. Ein Wunsch der aber nicht in Erfüllung gehen wird. Und auch nicht gehen kann. Denn du wirst nie meiner Vorstellung von dem was ich mir wünsche entsprechen. Was ich bräuchte? Ja. Vielleicht.
Vielleicht bräucht ich dich anderes. Vielleicht wär ich dann anders. Aber es ist sinnlos sich darüber Gedanken zu machen.
Ich bin wer ich bin - und das ist auch gut so. (Danke Herr Wowereit)
Mittwoch, 22. September 2010
Böse Worte oder das Gezeter mit dem Pflaster
Ich habe Herpes.
Ich schreibe hier nicht von einer kleinen, brennenden Blase, nein. Das wäre ja kein Problem. Herpespflaster drüber, Lippenstift drauf und gut.
Das mit dem Pflaster ist aber schwierig wenn der Herpes so groß wie Amerika ist und stetig wächst...
Scheiße! Echt wahr.
Aber warum? Läuft doch alles so gut. So perfekt. Vom neuen Liebesglück berauscht lebe ich den Tag, die Momente und mein schönes Leben.
Eine sehr liebe Freundin sah mich und meinte nur: "Ha! Da müssen böse Worte raus."
Blödsinn, dachte ich im ersten Moment.
Im zweiten war ich mir da aber schon gar nicht mehr so sicher...
Diese bösen Worte haben nichts mit meinem aktuellen, großen Glück zu tun. Oder vielleicht doch? Lässt mich dieses wunderbare Glück nicht sehen wie unglücklich die Vergangenheit war? Wie kalt und stumm? Und wie kalt und stumm auch ich zu mir war?
Wenn ich vielleicht mal öfter mit mir selbst gesprochen hätte, wäre mir viel Schmerz erspart geblieben? Ja klar, danach ist m(M)an(n) oder Frau immer schlauer.
Und jetzt?
Jetzt geht es mir gut. Richtig gut. Eigentlich bin ich sogar glücklich. Nicht nur eigentlich. Ich bin glücklich. UAAAAAA! Das auszusprechen oder auszuschreiben macht mir Angst. Große Angst. Und setzt mich unter Druck.
Was setzt mich unter Druck? Das Gefühl? Die Erwartung? Welche Erwartung?
Definitiv meine eigene.
Der andere hat keine Erwartung, außer die mich glücklich zu machen.
Ja gibt es denn sowas noch? Ein Gegenüber, dass einen liebt so wie man ist? Ein Gegenüber, dass einem sagt wie schön man ist und das auch noch so meint?
Ja. Gibt es.
Ich erfahre das jeden Tag und viele Nächte :-) am eigenen Leib.
Wie wunderbar und einzigartig. Was für ein großes Geschenk.
Aber was bereitet mir den Stress?
Der Stress fängt beim Gefühl an. Das Gefühl halten zu wollen, halten zu können.
Aber kann man Gefühle halten? Aushalten? Festhalten? Erhalten?
Na, das "Gefühl aushalten" ist keine einfache Sache. Für mich auf jeden Fall. Ein Gefühl aushalten, heißt es wahrnehmen, es sich anschauen, es so annehmen wie es ist. Ohne dabei großartig Tamm Tamm zu machen.
Und da bin ich nun am Punkt. Das Tamm Tamm gehört zu mir, wie der Eifelturm zu Paris, wie das Riesenrad auf die Wiesn und wie die Isar nach München.
Ich bin eine Tamm Tamm Macherin.
Wenn ich zum Beispiel wenig geschlafen habe und am nächsten Tag müde bin, dann bin ich nicht nur einfach müde, weil mich mein Kopfkissen zu wenig gesehen hat, sondern meine Haut ist dann "dünn", ich falle in schwarzgetränkte Tiefen und mein Leben nimmt einen dunklen Verlauf aus den ganzen dramatischen Gefühlen heraus, die sich in meinem schlafentzug geschädigten Herzen ihren Liegestuhl aufschlagen um dann genüsslich ihren Cocktail zu schlürfen und deren sentimentales und verzweifeltes DAsein feiern.
Aber wo hab ich diesen Blog eigentlich angefangen? Mit was? Ah ja mit meiner Verletzung am Mund. Und schon wieder. Die "Verletzung" ist eine ganz normale dicke (sehr dicke) Blase gewesen. Sie tat weh. Ja! Aber! Ohne Tamm Tamm wäre es ein ganz banaler großer Herpes gewesen. Aber mit Tamm Tamm habe ich mir doch glatt überlegt mich krank schreiben zu lassen um meine geschundene Lippenhälfte zu beweinen.
Ich habe mich nicht krank schreiben lassen. Nach 12 Jahren Therapie lasse ich mich nicht mehr wegen eines Herpes krank schreiben.
Ich stehe dazu, zu ihm. Pflaster drüber und gut.
Wirlich gut?
Wäre der Herpes mein tobender Anspruch an mich selbst, dann würde so ein beschissenes Pflaster garnichts helfen. Genauso wenig wie meine eigenen guten Ratschläge für mich selbst.
Das einzigst was hilft ist dem Anspruch die Hand zu geben, ihn zu begrüßen und ihn einfach so zu nehmen wie er ist. ANSPUCHSVOLL. Und scheiß ANSTRENGEND.
Die wahren Veränderungen geschehnen ohne sich bemerkbar zu machen. Wenn ich mich annehme, aushalte, festhalte und erhalte so wie ich bin, verändere ich mich.
Klingt komisch, ist aber so. Und, sieht gefährlich aus, ist es aber nicht.
Ich schreibe hier nicht von einer kleinen, brennenden Blase, nein. Das wäre ja kein Problem. Herpespflaster drüber, Lippenstift drauf und gut.
Das mit dem Pflaster ist aber schwierig wenn der Herpes so groß wie Amerika ist und stetig wächst...
Scheiße! Echt wahr.
Aber warum? Läuft doch alles so gut. So perfekt. Vom neuen Liebesglück berauscht lebe ich den Tag, die Momente und mein schönes Leben.
Eine sehr liebe Freundin sah mich und meinte nur: "Ha! Da müssen böse Worte raus."
Blödsinn, dachte ich im ersten Moment.
Im zweiten war ich mir da aber schon gar nicht mehr so sicher...
Diese bösen Worte haben nichts mit meinem aktuellen, großen Glück zu tun. Oder vielleicht doch? Lässt mich dieses wunderbare Glück nicht sehen wie unglücklich die Vergangenheit war? Wie kalt und stumm? Und wie kalt und stumm auch ich zu mir war?
Wenn ich vielleicht mal öfter mit mir selbst gesprochen hätte, wäre mir viel Schmerz erspart geblieben? Ja klar, danach ist m(M)an(n) oder Frau immer schlauer.
Und jetzt?
Jetzt geht es mir gut. Richtig gut. Eigentlich bin ich sogar glücklich. Nicht nur eigentlich. Ich bin glücklich. UAAAAAA! Das auszusprechen oder auszuschreiben macht mir Angst. Große Angst. Und setzt mich unter Druck.
Was setzt mich unter Druck? Das Gefühl? Die Erwartung? Welche Erwartung?
Definitiv meine eigene.
Der andere hat keine Erwartung, außer die mich glücklich zu machen.
Ja gibt es denn sowas noch? Ein Gegenüber, dass einen liebt so wie man ist? Ein Gegenüber, dass einem sagt wie schön man ist und das auch noch so meint?
Ja. Gibt es.
Ich erfahre das jeden Tag und viele Nächte :-) am eigenen Leib.
Wie wunderbar und einzigartig. Was für ein großes Geschenk.
Aber was bereitet mir den Stress?
Der Stress fängt beim Gefühl an. Das Gefühl halten zu wollen, halten zu können.
Aber kann man Gefühle halten? Aushalten? Festhalten? Erhalten?
Na, das "Gefühl aushalten" ist keine einfache Sache. Für mich auf jeden Fall. Ein Gefühl aushalten, heißt es wahrnehmen, es sich anschauen, es so annehmen wie es ist. Ohne dabei großartig Tamm Tamm zu machen.
Und da bin ich nun am Punkt. Das Tamm Tamm gehört zu mir, wie der Eifelturm zu Paris, wie das Riesenrad auf die Wiesn und wie die Isar nach München.
Ich bin eine Tamm Tamm Macherin.
Wenn ich zum Beispiel wenig geschlafen habe und am nächsten Tag müde bin, dann bin ich nicht nur einfach müde, weil mich mein Kopfkissen zu wenig gesehen hat, sondern meine Haut ist dann "dünn", ich falle in schwarzgetränkte Tiefen und mein Leben nimmt einen dunklen Verlauf aus den ganzen dramatischen Gefühlen heraus, die sich in meinem schlafentzug geschädigten Herzen ihren Liegestuhl aufschlagen um dann genüsslich ihren Cocktail zu schlürfen und deren sentimentales und verzweifeltes DAsein feiern.
Aber wo hab ich diesen Blog eigentlich angefangen? Mit was? Ah ja mit meiner Verletzung am Mund. Und schon wieder. Die "Verletzung" ist eine ganz normale dicke (sehr dicke) Blase gewesen. Sie tat weh. Ja! Aber! Ohne Tamm Tamm wäre es ein ganz banaler großer Herpes gewesen. Aber mit Tamm Tamm habe ich mir doch glatt überlegt mich krank schreiben zu lassen um meine geschundene Lippenhälfte zu beweinen.
Ich habe mich nicht krank schreiben lassen. Nach 12 Jahren Therapie lasse ich mich nicht mehr wegen eines Herpes krank schreiben.
Ich stehe dazu, zu ihm. Pflaster drüber und gut.
Wirlich gut?
Wäre der Herpes mein tobender Anspruch an mich selbst, dann würde so ein beschissenes Pflaster garnichts helfen. Genauso wenig wie meine eigenen guten Ratschläge für mich selbst.
Das einzigst was hilft ist dem Anspruch die Hand zu geben, ihn zu begrüßen und ihn einfach so zu nehmen wie er ist. ANSPUCHSVOLL. Und scheiß ANSTRENGEND.
Die wahren Veränderungen geschehnen ohne sich bemerkbar zu machen. Wenn ich mich annehme, aushalte, festhalte und erhalte so wie ich bin, verändere ich mich.
Klingt komisch, ist aber so. Und, sieht gefährlich aus, ist es aber nicht.
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