Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Menschen. Menschen die laut sind, Menschen die verschwiegen und leise sind, Menschen die freundlich in den Tag hinein gehen, andere die den Tag zur Nacht machen, weil ihnen das Licht nicht nur in den Augen weh tut. Nicht mit jedem Menschen kommt man von Anhieb gut zurecht. Bei Manchen bedarf es eines klärenden Gespräches, bei einigen muss man erst das eigene Revier abstecken oder man muss sich langsam einander nähern, damit die Nähe auch zur Ruhe führt.
Ich habe im Laufe meines jungen Lebens viele verschiedene Arten meiner Artgenossen kennen gelernt. Einige davon lieben, wenige hassen. Wirklich sehr wenige hassen und darüber bin ich froh, denn der Hass ist ein so mächtiges Gefühl. Er bindet viel mehr als die Liebe. Der Hass lässt nichts übrig, er macht blind, verwirrt und gibt nicht viel Platz für Neues.
Immer wieder bleibe ich bei Menschen hängen, die mir eigentlich keinen Grund dazu geben bei Ihnen stehen zu bleiben. Oder vielleicht doch? Diese Menschen sind meist sehr verschwiegen. Auf der Suche nach Liebe, die sie, wenn sie diese dann haben, nicht aushalten. Menschen die nach Verantwortung streben, für diese aber nicht eintreten wenn es darauf ankommt. Menschen für die Wörter wie Liebe und Vertrauen eine unglaublich negative Bedeutung haben. Liebe und Vertrauen machen in ihren Augen schwach und abhängig.
Vielleicht ist es das was mich dort immer wieder verweilen lässt. Die gemeinsamen Ängste. Die gemeinsame Angst um die eigene Integrität.
Aber was ist das Integrität?
Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Was ist aber wenn das Bewußtsein dafür nicht da oder nur stellenweise vorhanden ist? Was ist wenn die eigene Wahrnehmung verschleiert ist? Verschleiert durch den eigenen Vorhang, den man sich jahrelang mühevoll zusammen gesponnen hat?
Ich kenne die Bilder der Nebenrealiäten, welche man sich schafft um nicht wirklich "hinschauen" zu müssen. Denn das Hinschauen tut meistens sehr weh. Das Hinschauen ist verdammt unbequem und erfordert sehr viel Anstrengung. Nicht jeder ist bereit zu ändern was ein Leben lang schon irgendwie funktioniert hat. Manche haben sich ihr eigens Haus gebaut, aus dem sie vielleicht mal an Silvester raus kommen um zu sehen ob die Erde sich noch dreht. Aber selbst dieser Gang erfordert viel, denn der Realität kann keiner wirklich entwischen. (Außer er hat verdammt gute Drogen) Nicht umsonst heißt es "die Realität hat mich eingeholt".
Natürlich tut sie das. Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht von dem Menschen den es gerade betrifft. Vielleicht zeigt sich das kleine, glitschige Ding erst nach Jahren der Zersteuung. In der U-Bahn, auf dem Weg zum Kiosk oder im Kino. Aber eines ist sicher, die Realität ist absolut!
Vor einigen Jahren habe ich damit angefangen aus meinen Gedachten heraus, mich mit meiner direkten Umwelt zu befassen. Mir alles anzusehen, was nicht in meinem Kopf, sondern vor meinen Augen passiert. Vieles hat damals nicht zusammen gepasst.
Eines wurde mir sehr schnell bewußt, es gibt nicht viele klare Menschen. Menschen bei denen das Gedachte und Gefühlte mit dem Getanen übereinstimmt. Ein großer Teil von mir hat sich an mich selbst erinnert gefühlt. Das hat mich traurig gemacht. Aber auch wütend auf mich. Ich habe mich geschämt, meiner Umwelt vieles vorgemacht zu haben, was ich damals dachte, was von mir verlangt, erwartet werden würde. Ich war nicht ehrlich.
Weder zu mir, noch zu den anderen.
Diese Erkenntnis ist nicht gerade das erste was ich bei einem Date gezählen würde. Nein wirklich nicht. Aber ich bin um diese Erkenntnis von Herzen froh. Ich bin dafür dankbar. Sie hat mein Leben verändert.Sie hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Sie hat mir die Kraft gegeben einen anderen Weg einzuschlagen. Natürlich kommen immer wieder die Hürden, des Inneren und Äußeren geblablabla.... aber die Hürden werden von Mal zu Mal kleiner. Es kommen auch Rückschritte. Nicht von allem kann man sich so ohne weiteres in Klarheit lösen. Vieles ist noch verwirrend, aber sehr vieles auch nicht mehr. Hat man sich einmal dazu entschlossen diesen Weg zu gehen, gibt es kein Zurück mehr. Situationen müssen auf einmal ausgehalten, Standpunkte vertreten werden. Auf dem Weg der Klarheit heißt es viele Menschen stehen zu lassen. Menschen, die den Wunsch nach wahrer Integrität nicht teilen. Das ist oft sehr schwer. Das ist oft mit viel Leid verbunden. Nicht jeder lässt einen in Liebe ziehen. Eigentlich die wenigsten.
Aber dieses Opfer zu bringen ist es wert. Wert für das eigene Leben und die eigenen Bedürfnisse einzustehen.
Mit der Zeit wird es leichter die einen von den anderen zu unterscheiden. Manchmal packt mich noch die Angst wieder bei den "Falschen" hängen zu bleiben. Wenn das passiert muss ich immer an meine geliebte Freundin denken, die mir auf die Frage, was ich denn tun solle, sollte mir wieder ein Mensch aus der Kategorie (eigentlich hasse ich es Menschen in Kategorien einzuteilen, es sei mir hier verziehen), aus der Kategorie "extrem Nähe empfindlich" begegnen, mich freudestrahlend ansah und nur schrie:
"Lauf Forrest! Lauf!" :-)
Donnerstag, 29. Juli 2010
Montag, 26. Juli 2010
Als die Elefantendame auf die mietzende Löwin traf
Diesen Blog widme ich einer Freundin.
Nicht irgendeiner, nein einer ganz bestimmten.
Sie ist groß und laut, temperamentvoll und ungezwungen. Sie hat eines der größten Herzen, welches hinter einem nicht minder großen Busen zu Hause ist.
Das zeichnet übrigens auch meine anderen engen Freunde aus, nicht ihre Brüste nein! sondern dass sie Herzen so groß wie eine Elefantenherde haben.
Unglaublich manchmal kann ich es gar nicht fassen so reich mit diesen wunderbaren Menschen beschenkt zu sein. Sie sind einfach da. Halten mich im Dunklen und heben mich ins Licht. Zeigen mir die Welt in einer anderen Beleuchtung. Und lieben mich so wie ich bin.Unglaublich!
Nun aber wieder zurück zu meiner Freundin für die ich diesen Blog hier schreibe.
Was sie auszeichnet ist ihre Verlässlichkeit, ihre Ehrlichkeit, ihre Stärke. Wie eine Löwin kämpft sie für die, die ihr wichtig sind. Ich gehöre dazu, dass macht mich sehr stolz.
Mit dem Kopf durch die Wand! Egal aus welchem Material diese ist. Manchmal ist die Wand so dick, dass sie nach dem Zusammenstoß mit allen vieren von sich gestreckt liegen bleibt. Erschöpft und nieder geschmettert, weil es nicht so funktioniert hat, wie sie das wollte oder erhoffte.
Aber so stark der Aufprall auch war, sie steht immer wieder auf. Den Kopf stolz nach oben gerichtet.
Sie ist eine Löwin, eine Königin, eine Kriegerin.
Eine unsagbar starke Frau mit einem Kern der weicher und verletzlicher nicht sein könnte. Eine kleine sensible Mietzekatze, die gerne gestreichelt und verwöhnt wird. Gehalten und getragen. Ihre Löwenmähne ist aber manchmal so dicht aufgestellt, dass man(n) das übersehen kann. Wie ein Hase beim Nestbau wird gebuddelt und gebuddelt. Es wird sich keine Pause gegönnt, denn die hat sie nicht verdient.
So meint sie.
Manchmal hat sie eine komische Angewohnheit. Sie blickt in den Spiegel und anstatt glücklich darüber zu sein, was sie dort sieht, ist sie unzufrieden und verunsichert. Vielleicht ist ihr Spiegel kaputt...?
Ich würde gerne mal durch ihre Augen sehen, damit ich den Kummer verstehen kann, denn so fällt es mir schwer. In meinen Augen ist sie wunderschön, in meinen Augen ist sie perfekt in all dem was nicht zu passen scheint, ist sie einzigartig.
Sie ist eine Anschieberin, eine Organisatorin - im Gegensatz zu mir! Wenn ich z.B. anfange mir zu überlegen was für ein Kleid ich eventuell zu einem Fest anziehen könnte, hat sie schon längst das komplette Fest organisiert. Wenn ich diese Freundin nicht hätte, dann würde mein Alltag um einiges verlöcherter aussehen. Sie ist es die mir immer wieder Nadel und Faden bringt und mir beim Ausbessern hilft, beim Brücken bauen. (Keine Angst, ich mach jetzt keinen auf Udo Lindenberg).
Ich liebe diese Freundin von ganzem Herzen.
Manchmal irritierend zu sehen wie diese stolze Frau verschüchtert weg sieht wenn man ihr ein Kompliment macht. Wie sie ganz selbstverständlich auf ein anderes Thema kommt wenn das Gesagte zu schön oder zu schmeichelnd für sie ist. Das hält sie nur schwer aus.
Aber sie arbeitet daran, wie sie an allem arbeitet, besonders an sich. Diese mietzende Löwin mit dem Elefantenherz geht mit sich ins Gericht und das nicht gerade zimperlich. Wie ich finde, oft zu arg.
Sie hinterfragt, reflektiert und versucht zu verstehen. Alles in sich aufzusaugen und zu verarbeiten.
Gäbe es mehr Menschen wie sie, die Welt wäre ein bunterer, schönerer und unterhaltsamerer Ort. (Das gilt für alle meine Freunde)
Ihr Motto lautet: Humor ist wenn man trotzdem lacht. Gerne räumt sie auch mal den einen oder anderen Keller auf, wenn der wie sie sagt "Saustall" zu groß wird.
Sie ist eine recht reinliche Mietzekatze, die durch aus auch mal ganz schnell von null auf hundert rauschen kann... wenn der, ich zitiere, "Schmarrn zu bunt wird".
In ihrer Vehemenz ist sie schwer erreichbar. Sie akzeptiert das Leben nicht einfach so. Sie stellt es in Frage. Sie würde keinen Menschen, nur wegen seines Aussehens oder seines Ranges respektieren. Respekt muss man sich bei ihr erarbeiten.
Sie ist die Löwin, die ihren Lieben ein zu Hause gibt. Manchmal vergessen ihre Lieben leider, ihr ebenfalls eines zu geben. Dann zieht sie sich verletzt zurück und leckt ihre Wunden. Sie würde sich selbst dabei aber niemals leid tun.
Krieger kämpfen und erholen sich für den nächsten Kampf und dann kämpfen sie weiter...
Ich sehe wie wunderschön sie ist und ich wünsche mir, dass sie es auch sehen kann, denn dann würde sie vielleicht das eine oder andere Mal ihre Waffen niederlegen und einfach nur sein.
Sein was und wie sie ist.
Eine großartige, wundervolle und einzigartige, brüllende Mietzekatze mit einem riesengroßen Herzen. :-)
Nicht irgendeiner, nein einer ganz bestimmten.
Sie ist groß und laut, temperamentvoll und ungezwungen. Sie hat eines der größten Herzen, welches hinter einem nicht minder großen Busen zu Hause ist.
Das zeichnet übrigens auch meine anderen engen Freunde aus, nicht ihre Brüste nein! sondern dass sie Herzen so groß wie eine Elefantenherde haben.
Unglaublich manchmal kann ich es gar nicht fassen so reich mit diesen wunderbaren Menschen beschenkt zu sein. Sie sind einfach da. Halten mich im Dunklen und heben mich ins Licht. Zeigen mir die Welt in einer anderen Beleuchtung. Und lieben mich so wie ich bin.Unglaublich!
Nun aber wieder zurück zu meiner Freundin für die ich diesen Blog hier schreibe.
Was sie auszeichnet ist ihre Verlässlichkeit, ihre Ehrlichkeit, ihre Stärke. Wie eine Löwin kämpft sie für die, die ihr wichtig sind. Ich gehöre dazu, dass macht mich sehr stolz.
Mit dem Kopf durch die Wand! Egal aus welchem Material diese ist. Manchmal ist die Wand so dick, dass sie nach dem Zusammenstoß mit allen vieren von sich gestreckt liegen bleibt. Erschöpft und nieder geschmettert, weil es nicht so funktioniert hat, wie sie das wollte oder erhoffte.
Aber so stark der Aufprall auch war, sie steht immer wieder auf. Den Kopf stolz nach oben gerichtet.
Sie ist eine Löwin, eine Königin, eine Kriegerin.
Eine unsagbar starke Frau mit einem Kern der weicher und verletzlicher nicht sein könnte. Eine kleine sensible Mietzekatze, die gerne gestreichelt und verwöhnt wird. Gehalten und getragen. Ihre Löwenmähne ist aber manchmal so dicht aufgestellt, dass man(n) das übersehen kann. Wie ein Hase beim Nestbau wird gebuddelt und gebuddelt. Es wird sich keine Pause gegönnt, denn die hat sie nicht verdient.
So meint sie.
Manchmal hat sie eine komische Angewohnheit. Sie blickt in den Spiegel und anstatt glücklich darüber zu sein, was sie dort sieht, ist sie unzufrieden und verunsichert. Vielleicht ist ihr Spiegel kaputt...?
Ich würde gerne mal durch ihre Augen sehen, damit ich den Kummer verstehen kann, denn so fällt es mir schwer. In meinen Augen ist sie wunderschön, in meinen Augen ist sie perfekt in all dem was nicht zu passen scheint, ist sie einzigartig.
Sie ist eine Anschieberin, eine Organisatorin - im Gegensatz zu mir! Wenn ich z.B. anfange mir zu überlegen was für ein Kleid ich eventuell zu einem Fest anziehen könnte, hat sie schon längst das komplette Fest organisiert. Wenn ich diese Freundin nicht hätte, dann würde mein Alltag um einiges verlöcherter aussehen. Sie ist es die mir immer wieder Nadel und Faden bringt und mir beim Ausbessern hilft, beim Brücken bauen. (Keine Angst, ich mach jetzt keinen auf Udo Lindenberg).
Ich liebe diese Freundin von ganzem Herzen.
Manchmal irritierend zu sehen wie diese stolze Frau verschüchtert weg sieht wenn man ihr ein Kompliment macht. Wie sie ganz selbstverständlich auf ein anderes Thema kommt wenn das Gesagte zu schön oder zu schmeichelnd für sie ist. Das hält sie nur schwer aus.
Aber sie arbeitet daran, wie sie an allem arbeitet, besonders an sich. Diese mietzende Löwin mit dem Elefantenherz geht mit sich ins Gericht und das nicht gerade zimperlich. Wie ich finde, oft zu arg.
Sie hinterfragt, reflektiert und versucht zu verstehen. Alles in sich aufzusaugen und zu verarbeiten.
Gäbe es mehr Menschen wie sie, die Welt wäre ein bunterer, schönerer und unterhaltsamerer Ort. (Das gilt für alle meine Freunde)
Ihr Motto lautet: Humor ist wenn man trotzdem lacht. Gerne räumt sie auch mal den einen oder anderen Keller auf, wenn der wie sie sagt "Saustall" zu groß wird.
Sie ist eine recht reinliche Mietzekatze, die durch aus auch mal ganz schnell von null auf hundert rauschen kann... wenn der, ich zitiere, "Schmarrn zu bunt wird".
In ihrer Vehemenz ist sie schwer erreichbar. Sie akzeptiert das Leben nicht einfach so. Sie stellt es in Frage. Sie würde keinen Menschen, nur wegen seines Aussehens oder seines Ranges respektieren. Respekt muss man sich bei ihr erarbeiten.
Sie ist die Löwin, die ihren Lieben ein zu Hause gibt. Manchmal vergessen ihre Lieben leider, ihr ebenfalls eines zu geben. Dann zieht sie sich verletzt zurück und leckt ihre Wunden. Sie würde sich selbst dabei aber niemals leid tun.
Krieger kämpfen und erholen sich für den nächsten Kampf und dann kämpfen sie weiter...
Ich sehe wie wunderschön sie ist und ich wünsche mir, dass sie es auch sehen kann, denn dann würde sie vielleicht das eine oder andere Mal ihre Waffen niederlegen und einfach nur sein.
Sein was und wie sie ist.
Eine großartige, wundervolle und einzigartige, brüllende Mietzekatze mit einem riesengroßen Herzen. :-)
Mittwoch, 30. Juni 2010
So leicht wie eine Feder
Morgens aufstehen und glücklich sein.
Froh am Leben zu sein. Dankbar für das was ist. Strahlend in die Welt hinaus gehen, die Sonne mit anderen teilen. Schlechte Laune des Gegenübers wahr- aber nicht annehmen. Sich leicht fühlen, sich gut fühlen, am richtigen Ort zur richtigen Zeit umgeben von Liebe und Aufmerksamkeit. Die Welt bunt sehen (ohne LSD :-)). Freude an den kleinen Dingen haben. Einen Milchkaffee mit der liebsten Freundin trinken, ein Lächeln des Kantinenspülers (das besonders schön ist, weil er schwarz ist und wunderschöne weiße Zähne hat)
Berauscht vom kleinen Glück. Das gar nicht klein ist. Es ist nur alltäglich und deshalb leicht zu übersehen. Tag für Tag auf die besonderen Dinge achten. Sie schätzen! Sie sehen! Sich einfach freuen!!! Es bedarf keinen Lottogewinn, keinen besonderen Event, das Leben ist Event und Lottogewinn genug! Das Leben in all seinen Farben, Formen und Tönen genießen. Das Leben wie es ist pur und rein. Der Augenblick, die Gegenwart. Wie wunderbar.
Ein Tost auf das Leben!!! Es schmeckt so gut. Es tut so gut. Dankbar sein für das was ist. Groß wie klein. Laut und leise.
Es ist nichts besonderes passiert.
Heute morgen bin ich aufgestanden und habe beschlossen glücklich zu sein. Einfach so. Und es gelingt mir. Das Schöne sehen und das Schöne denken. Wie ein Feuerwerk in meinem Herzen. Ein Fest in meiner Seele.
Wenn ich Gutes sehe, kommt Gutes in mein Leben. Wenn ich lache kommt ein Lachen zurück (manchmal vielleicht ein zahnloses, aber ein Lachen).
Froh sein ohne Angst zu haben, dass ich dafür "büßen" muss. Froh sein, weil ich weiß, dass ich es verdient habe.
Wie jeder Mensch verdient hat, glücklich zu sein.
Auch ich.
An diesem Wissen muss ich noch arbeiten, noch daran feilen, dass es wahr ist. Dass ich nichts dafür tun muss, mir nichts "verdienen" muss um glücklich sein zu dürfen.
Darf man glücklich sein? Muss man glücklich sein? Soll man glücklich sein?
Ich für meinen Teil BIN glücklich.
Jetzt in diesem Moment.
Wie wunderbar und einfach. :-)
Froh am Leben zu sein. Dankbar für das was ist. Strahlend in die Welt hinaus gehen, die Sonne mit anderen teilen. Schlechte Laune des Gegenübers wahr- aber nicht annehmen. Sich leicht fühlen, sich gut fühlen, am richtigen Ort zur richtigen Zeit umgeben von Liebe und Aufmerksamkeit. Die Welt bunt sehen (ohne LSD :-)). Freude an den kleinen Dingen haben. Einen Milchkaffee mit der liebsten Freundin trinken, ein Lächeln des Kantinenspülers (das besonders schön ist, weil er schwarz ist und wunderschöne weiße Zähne hat)
Berauscht vom kleinen Glück. Das gar nicht klein ist. Es ist nur alltäglich und deshalb leicht zu übersehen. Tag für Tag auf die besonderen Dinge achten. Sie schätzen! Sie sehen! Sich einfach freuen!!! Es bedarf keinen Lottogewinn, keinen besonderen Event, das Leben ist Event und Lottogewinn genug! Das Leben in all seinen Farben, Formen und Tönen genießen. Das Leben wie es ist pur und rein. Der Augenblick, die Gegenwart. Wie wunderbar.
Ein Tost auf das Leben!!! Es schmeckt so gut. Es tut so gut. Dankbar sein für das was ist. Groß wie klein. Laut und leise.
Es ist nichts besonderes passiert.
Heute morgen bin ich aufgestanden und habe beschlossen glücklich zu sein. Einfach so. Und es gelingt mir. Das Schöne sehen und das Schöne denken. Wie ein Feuerwerk in meinem Herzen. Ein Fest in meiner Seele.
Wenn ich Gutes sehe, kommt Gutes in mein Leben. Wenn ich lache kommt ein Lachen zurück (manchmal vielleicht ein zahnloses, aber ein Lachen).
Froh sein ohne Angst zu haben, dass ich dafür "büßen" muss. Froh sein, weil ich weiß, dass ich es verdient habe.
Wie jeder Mensch verdient hat, glücklich zu sein.
Auch ich.
An diesem Wissen muss ich noch arbeiten, noch daran feilen, dass es wahr ist. Dass ich nichts dafür tun muss, mir nichts "verdienen" muss um glücklich sein zu dürfen.
Darf man glücklich sein? Muss man glücklich sein? Soll man glücklich sein?
Ich für meinen Teil BIN glücklich.
Jetzt in diesem Moment.
Wie wunderbar und einfach. :-)
Dienstag, 29. Juni 2010
Der schwere Sack
Das Herumschleppen eines schweren Sackes ist eine extrem anstrengende, wenn nicht gerade zu verdammt doofe Angelegenheit. Ich schreibe hier nicht vom greifbaren Gegenstand wie ein Sack Sand, ein Sack Holz oder ein Sack Kohle. Nein, diese Säcke meine ich nicht.
Meinen schweren Sack sieht man nicht. Nicht direkt, aber seine Auswirkungen sind klar zu erkennen. Die schlechte Laune, welche einem plötzlich überkommt, die Zerstreutheit, die den Geist verwirrt, der am Fuß hängende Schwermut, die plötzlich explodierende Aggression.
Nicht zu sehen was man umso intensiver spürt irritiert mich. Das ins Leere greifen, wo doch eigentlich soviel ist... Nur was?
Was macht mich traurig, wütend und müde? Was lässt mich resigniert wie einen durchgespielten Turnschuh durch die Gegend laufen? Das tiefe schwarze Loch, das in meinem Bauch herrscht und wütet und waltet. Ja, was genau ist das? Vielleicht die Unzufriedenheit mit meiner momentanen Gesamtsituation?
Eigentlich nicht. Eigentlich ist meine momentane Gesamtsituation recht passabel. Kommt auf die Sichtweise an. Wie alles oder so vieles genau darauf ankommt wie man Situationen bewertet, aus welchem Winkel man sie betrachtet. Ob man sie gut oder schlecht sehen möchte.
Ich will alles gut sehen. Das nehme ich mir jeden Tag vor. Beim Aufstehen sage ich "danke" für die Dinge, die ich habe, für die Menschen, die ich kenne, für die Liebe in meinem Leben. Denn da ist ganz viel Liebe und Wärme. Im Hier und Jetzt herrscht Friede.
Was aber zieht mich runter? Die Vergangenheit, die ich selbst nicht mehr in der Hand habe oder vielleicht auch nie in der Hand hatte?
Die Vergangenheit ist etwas Abstraktes. Für den Betrachter der Vergangenheit, hat die Vergangenheit bereits entschieden. Was hätte anders, besser laufen müssen, damit es mir im Hier und Jetzt nicht immer wieder einmal den Boden weg ziehen würde?
Vieles, wirklich vieles hätte anders laufen müssen. Hat es aber nicht. Mühselig es sich zu wünschen, denn es ist ein Unterfangen ohne Ende. Da könnte ich mich ja gleich ans Meer setzen und das Wasser mit einer Muschel auslöffeln.
Wenn die Gegenwart schön ist warum kommt dann die Vergangenheit und macht alles kaputt? Oh Gott jetzt ist es soweit! Ich bin ein Psycho!!!!! Depressiv, verkorkst und therapiebedürftig.
Nichts desto Trotz glaube ich, dass ich da nicht die einzige bin. Das beruhigt mich. Die meisten Menschen haben eine unschöne Vergangenheit oder Kindheit. Die einen mehr als die anderen. Ich kenne wenige, die mit Überzeugung sagen können, sie hatten durch und durch eine tolle Zeit als Kind. Den Wenigen sei es natürlich von Herzen gegönnt, es können ja nicht nur Gestörte durch die Gegend laufen :-)
Aber zurück zu dem was mich nach unten zieht. Das Loch, der Sack.
Ich glaube es ist ein Gemisch aus Erhofften, Ersehnten, Nichterfüllten und dem Wissen, dass es nicht möglich ist das alles abzustellen, los zu werden.
Oder vielleicht doch?
Wie wäre es denn das ganze Gebräu zu nehmen und einfach stehen zu lassen? Das Gepäck abstellen. Aber wo? An einem sicheren Ort. An einem Ort wo niemand den Koffer öffnen kann. Mein Versteck, mein Geheimnis. "Zutritt verboten" - "Sperrgebiet". Nur ich kenne den Weg dort hin. Vielleicht noch ein zwei andere. (das muss ich mir noch überlegen). Und dann geh ich einfach weiter. Befreit und leicht. Als wenn nichts wäre. In der Gegenwart ist alles gut. Keine alten Geister die mich rufen, keine Schatten die mich verfolgen, kein weinen des gequälten Kindes. Nur wenn mich die Sehnsucht packt kehre ich zurück. Zum Ort des Gewesenen, zu mir in einem anderen Teil meines Lebens. Zu einer anderen Person in mir. Wenn dieses Kind schreit bin ich da. Öffne die Truhe. Halte es, umarme es, tröste es und lege es beruhigt schlafen. Dann sperre ich den Ort wieder ab. Verstecke den Schlüssel und gehe in die Gegenwart. Ins Licht. In mein aktuelles Leben, voll mit Liebe und Frieden. Sammle Kraft und Ruhe für meinen geheimen Ort. Im Klaren, dass das eine das andere bedient und nährt. Alles ist gut. Der Erwachsene sorgt für sein Kind.
Meinen schweren Sack sieht man nicht. Nicht direkt, aber seine Auswirkungen sind klar zu erkennen. Die schlechte Laune, welche einem plötzlich überkommt, die Zerstreutheit, die den Geist verwirrt, der am Fuß hängende Schwermut, die plötzlich explodierende Aggression.
Nicht zu sehen was man umso intensiver spürt irritiert mich. Das ins Leere greifen, wo doch eigentlich soviel ist... Nur was?
Was macht mich traurig, wütend und müde? Was lässt mich resigniert wie einen durchgespielten Turnschuh durch die Gegend laufen? Das tiefe schwarze Loch, das in meinem Bauch herrscht und wütet und waltet. Ja, was genau ist das? Vielleicht die Unzufriedenheit mit meiner momentanen Gesamtsituation?
Eigentlich nicht. Eigentlich ist meine momentane Gesamtsituation recht passabel. Kommt auf die Sichtweise an. Wie alles oder so vieles genau darauf ankommt wie man Situationen bewertet, aus welchem Winkel man sie betrachtet. Ob man sie gut oder schlecht sehen möchte.
Ich will alles gut sehen. Das nehme ich mir jeden Tag vor. Beim Aufstehen sage ich "danke" für die Dinge, die ich habe, für die Menschen, die ich kenne, für die Liebe in meinem Leben. Denn da ist ganz viel Liebe und Wärme. Im Hier und Jetzt herrscht Friede.
Was aber zieht mich runter? Die Vergangenheit, die ich selbst nicht mehr in der Hand habe oder vielleicht auch nie in der Hand hatte?
Die Vergangenheit ist etwas Abstraktes. Für den Betrachter der Vergangenheit, hat die Vergangenheit bereits entschieden. Was hätte anders, besser laufen müssen, damit es mir im Hier und Jetzt nicht immer wieder einmal den Boden weg ziehen würde?
Vieles, wirklich vieles hätte anders laufen müssen. Hat es aber nicht. Mühselig es sich zu wünschen, denn es ist ein Unterfangen ohne Ende. Da könnte ich mich ja gleich ans Meer setzen und das Wasser mit einer Muschel auslöffeln.
Wenn die Gegenwart schön ist warum kommt dann die Vergangenheit und macht alles kaputt? Oh Gott jetzt ist es soweit! Ich bin ein Psycho!!!!! Depressiv, verkorkst und therapiebedürftig.
Nichts desto Trotz glaube ich, dass ich da nicht die einzige bin. Das beruhigt mich. Die meisten Menschen haben eine unschöne Vergangenheit oder Kindheit. Die einen mehr als die anderen. Ich kenne wenige, die mit Überzeugung sagen können, sie hatten durch und durch eine tolle Zeit als Kind. Den Wenigen sei es natürlich von Herzen gegönnt, es können ja nicht nur Gestörte durch die Gegend laufen :-)
Aber zurück zu dem was mich nach unten zieht. Das Loch, der Sack.
Ich glaube es ist ein Gemisch aus Erhofften, Ersehnten, Nichterfüllten und dem Wissen, dass es nicht möglich ist das alles abzustellen, los zu werden.
Oder vielleicht doch?
Wie wäre es denn das ganze Gebräu zu nehmen und einfach stehen zu lassen? Das Gepäck abstellen. Aber wo? An einem sicheren Ort. An einem Ort wo niemand den Koffer öffnen kann. Mein Versteck, mein Geheimnis. "Zutritt verboten" - "Sperrgebiet". Nur ich kenne den Weg dort hin. Vielleicht noch ein zwei andere. (das muss ich mir noch überlegen). Und dann geh ich einfach weiter. Befreit und leicht. Als wenn nichts wäre. In der Gegenwart ist alles gut. Keine alten Geister die mich rufen, keine Schatten die mich verfolgen, kein weinen des gequälten Kindes. Nur wenn mich die Sehnsucht packt kehre ich zurück. Zum Ort des Gewesenen, zu mir in einem anderen Teil meines Lebens. Zu einer anderen Person in mir. Wenn dieses Kind schreit bin ich da. Öffne die Truhe. Halte es, umarme es, tröste es und lege es beruhigt schlafen. Dann sperre ich den Ort wieder ab. Verstecke den Schlüssel und gehe in die Gegenwart. Ins Licht. In mein aktuelles Leben, voll mit Liebe und Frieden. Sammle Kraft und Ruhe für meinen geheimen Ort. Im Klaren, dass das eine das andere bedient und nährt. Alles ist gut. Der Erwachsene sorgt für sein Kind.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Abschied
Zum Abschied sag ich leise "servus".
Die Übersetzung für Servus lautet: ein traditioneller, freundschaftlicher Gruß. Kann als Begrüßung, wie als Verabschiedung verwendet werden.
Sich freundschaftlich verabschieden ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Mit jemandem die eigene Zukunft nicht mehr teilen zu wollen heißt auch, dass einander immer die Vergangenheit verbindet. Vielleicht eine gute, vielleicht aber auch eine schlechte Vergangenheit, meistens beides.
Getrennte Wege gehen kann sich verschiedenartig zeigen, wie auch der Versuch Abschied zu nehmen.
Man bricht einfach den Kontakt ab, liefert sich einen Schlagabtausch,klammert sich verzweifelt an den anderen oder überschüttet das Gegenüber mit der eigenen Arroganz um ja nicht zugeben zu müssen, dass die Aktionen der Getrennten oder des Getrennten weh tun.
Viel zu oft spielen wir eine Rolle dabei. Sehen die eigenen Schmerzen als Schwäche an und weigern uns deshalb ehrlich zu unseren Gefühlen zu stehen.
Die Trauer beim Abschied wird viel zu oft vergessen, weggedrückt oder manipuliert.
Dabei ist die Trauer so wichtig. Das weinen um das Geschehene, um das was nicht mehr so sein wird.
Der kleine Tod den man erleiden muss um wieder neu anfangen zu können. Diesen Tod bedarf es zu beweinen. Aber warum nur versucht man sich immer wieder davor zu drücken? Denn so erfinderisch die Versuche auch sein mögen, am Ende klopfen wir alle an der Tür der Trauer.
Ich bin gerade dabei mich von vielen zu verabschieden. Das fällt mir schwer. Nicht wirklich das Abschied nehmen, sondern die damit verbundenen "Nebengeräusche" richtig einzuordnen und diese auch anzunehmen. Zu ihnen und zu mir zu stehen.
Gefühle sind. Das sage ich mir jeden Tag.
Ich muss nicht jeden und alles lieben und verstehen und ich muss auch nicht in völliger Hingabe, Glückseeligkeit und im weiß gekleideten Frieden davon ziehen. Ich darf sauer sein, ich darf traurig und verletzt sein.
Aber um wirklich Abschied nehmen zu können muss ich alles sehen. Die guten, wie die schlechten Zeiten und ich muss akzeptieren, dass ich genau mit diesen Zeiten und den gemeinsamen Erinnerungen, der gemeinsamen Geschichte, sowie mit dem Menschen, der zu dieser Geschichte gehört, für immer verbunden sein werde.
Deshalb ist es Quatsch zu denken man könnte Menschen einfach abschneiden. Sie aus dem Leben radieren. Je mehr man das versucht, desto stärker hängen wir an ihnen.
Ich habe immer wieder ein Bild im Kopf. Die Menschen welche ich verabschieden möchte lassen mich nicht gehen, sie sitzen mir im Nacken, stehen in meinem Rücken.
Warum bin ich eigentlich nie auf den Gedanken gekommen, mich zu ihnen umzudrehen? Sie mir anzusehen, so wie sie sind, zu fühlen was ich gerade fühle und einfach "Servus" zu sagen.
Mit dem Wissen befreit gehen zu können, weil wir immer verbunden sind.
Die Übersetzung für Servus lautet: ein traditioneller, freundschaftlicher Gruß. Kann als Begrüßung, wie als Verabschiedung verwendet werden.
Sich freundschaftlich verabschieden ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Mit jemandem die eigene Zukunft nicht mehr teilen zu wollen heißt auch, dass einander immer die Vergangenheit verbindet. Vielleicht eine gute, vielleicht aber auch eine schlechte Vergangenheit, meistens beides.
Getrennte Wege gehen kann sich verschiedenartig zeigen, wie auch der Versuch Abschied zu nehmen.
Man bricht einfach den Kontakt ab, liefert sich einen Schlagabtausch,klammert sich verzweifelt an den anderen oder überschüttet das Gegenüber mit der eigenen Arroganz um ja nicht zugeben zu müssen, dass die Aktionen der Getrennten oder des Getrennten weh tun.
Viel zu oft spielen wir eine Rolle dabei. Sehen die eigenen Schmerzen als Schwäche an und weigern uns deshalb ehrlich zu unseren Gefühlen zu stehen.
Die Trauer beim Abschied wird viel zu oft vergessen, weggedrückt oder manipuliert.
Dabei ist die Trauer so wichtig. Das weinen um das Geschehene, um das was nicht mehr so sein wird.
Der kleine Tod den man erleiden muss um wieder neu anfangen zu können. Diesen Tod bedarf es zu beweinen. Aber warum nur versucht man sich immer wieder davor zu drücken? Denn so erfinderisch die Versuche auch sein mögen, am Ende klopfen wir alle an der Tür der Trauer.
Ich bin gerade dabei mich von vielen zu verabschieden. Das fällt mir schwer. Nicht wirklich das Abschied nehmen, sondern die damit verbundenen "Nebengeräusche" richtig einzuordnen und diese auch anzunehmen. Zu ihnen und zu mir zu stehen.
Gefühle sind. Das sage ich mir jeden Tag.
Ich muss nicht jeden und alles lieben und verstehen und ich muss auch nicht in völliger Hingabe, Glückseeligkeit und im weiß gekleideten Frieden davon ziehen. Ich darf sauer sein, ich darf traurig und verletzt sein.
Aber um wirklich Abschied nehmen zu können muss ich alles sehen. Die guten, wie die schlechten Zeiten und ich muss akzeptieren, dass ich genau mit diesen Zeiten und den gemeinsamen Erinnerungen, der gemeinsamen Geschichte, sowie mit dem Menschen, der zu dieser Geschichte gehört, für immer verbunden sein werde.
Deshalb ist es Quatsch zu denken man könnte Menschen einfach abschneiden. Sie aus dem Leben radieren. Je mehr man das versucht, desto stärker hängen wir an ihnen.
Ich habe immer wieder ein Bild im Kopf. Die Menschen welche ich verabschieden möchte lassen mich nicht gehen, sie sitzen mir im Nacken, stehen in meinem Rücken.
Warum bin ich eigentlich nie auf den Gedanken gekommen, mich zu ihnen umzudrehen? Sie mir anzusehen, so wie sie sind, zu fühlen was ich gerade fühle und einfach "Servus" zu sagen.
Mit dem Wissen befreit gehen zu können, weil wir immer verbunden sind.
Montag, 14. Juni 2010
Gedanken werden Dinge
Ich bin Künstlerin darin negative Gedanken anzuziehen, diese auszubreiten und in ihnen zu versinken. Abends am Küchentisch, bei Kerzenschein, einer wunderbaren Zigarette in der Hand könnte doch alles so schön und friedlich sein. Wenn da nicht die Stille wäre.
Ich schreibe nicht von der Stille, welche man mit einem gut laufenden CD Player ausschalten könnte, sondern von jener Stille, welche in einem herrscht. Die Stille vor der Menschen wie ich Angst haben. Angst ist vielleicht etwas übertrieben, aber auf jeden Fall Respekt.
Die "Ich komme jetzt runter" Stille, die "Ich höre in mich hinein" Stille, die "ich habe nun Zeit und Raum für meine Gedanken" Stille.
Wie bereits erwähnt kommen sobald ich einen Augenblick nicht aufpasse, genau die Gedanken, die ich überhaupt nicht denken mag.
Nicht, weil ich mich vor ihnen drücken möchte, sondern weil sie mit mir eigentlich garnichts zu tun haben.
Ob nun in China ein Radl umfliegt und wer es umgeworfen hat und warum kann mir komplett egal sein. Nicht aber jenen Gedanken, die mit leisen aber extrem schnellen Schritten in meinem Kopf kommen. Diese Gedanken sind Meister darin alles aufzusaugen, breit werden zu lassen und alles mit mir in Verbindung zu bringen.
"Frechheit, da hat einer doch ein Fahrrad umgeschmissen. Aber Warum? Bin ich etwa daran Schuld? Das kann ich garnicht verstehen, es verletzt mich, ich habe diesem Menschen doch nichts getan..." So in etwa äußert sich dann das Ganze.
Zu den Gedanken kommen dann meistens die passenden Bilder dazu und ehe ich mich versehe bin ich in einem Film, den tragischer, ereignisreicher und farbenträchtiger nicht einmal Tim Burton machen könnte.
Ehrlich ich steh auf Tim Burton, aber nicht jeden Tag und auch nicht in meinem Kopf. Gerne im Kino mit ner schönen Tüte Popcorn und einer netten Begleitung, dann setz ich mir auch gerne die 3D Brille auf und lass mich treiben. Aber bitte nicht am Küchentisch!
Durchtherapiert wie ich natürlich bin, erkenne ich die Filme in der Regel recht schnell. Je nach Tagesform schaffe ich es früher oder später den "Stop" Knopf zu drücken. Dann vor mir ein Standbild mit einem Ereignis, welches meistens momentan garnicht in meinem Leben ist (es ist eher eine böse Vorahnung oder Vorangst), noch (und das ist der Knackpunkt)wirklich etwas mit mir zu tun hat! Es sind Bilder von mir bekannten Menschen, die Entscheidungen treffen.
Deren Entscheidungen. Nicht meine.
Diese Entscheidungen treffen mich. Schmerzen im Herzen (nicht alles was sich reimt ist gut).
Aber das sind Entscheidung, die andere treffen, Entscheidungen, die über andere etwas aussagen.
Nicht über mich.
Mein klarer Verstand weiß das. Erklärt es dem Herzen immer wieder. Ok, der Film ist gestoppt, aber wohin jetzt mit dem Bild?
Ich habe eine Galerie eröffnet. Eine Gallerie in meinem Kopf. Ich nenne sie die "Gallerie des Schreckens". Jedes beschissene Bild wird eingerahmt und dort an die Wand gehängt. Gut, dass es unendlich viel Platz dort gibt. :-)
Vielleicht mache ich irgendwann mal ne Ausstellung und küre das beste, schlimmste Bild. Ja das ist ein Gedanke wert.
Gedanken werden Dinge.
Ich habe mich lange geweigert diese esoterische Scheiße zu glauben.
Inzwischen bin ich anderer Meinung. Wir ziehen meistens an was wir kennen, was wir denken und was wir glauben verdient zu haben. Ich habe diese Erfahrung mehrmals gemacht.Habe mir immer wieder bewußt oder unbewußt das herausgesucht und herausgedacht was mir am schlechtesten getan hat. Gerade in Freundschaften.
Ich habe soviele Gedanken in Menschen investiert, die es nicht wert waren oder sind.
Anstatt für mich das beste zu denken, anstatt für die "anderen" dankbar zu sein.
Jeden Tag aufzustehen und dankbar für das Licht zu sein, dankbar für die guten Gedanken und dem Sumpf aus Bos- und Dummheit einfach trocken legen.
Das ist ein guter Plan!
Gerade jetzt bin ich dabei mich auf einen anderen Sender zu programmieren. Das ist manchmal ganz schön schwer, positiv zu denken. Aber wo Schatten ist da ist auch Sonne. (das ist übrigens mein Lieblingssatz.)
Und wo viel Schatten ist, da ist auch gleichzeitig viel Sonne... Es kommt nur immer auf den Betrachter an. :-)
Ich schreibe nicht von der Stille, welche man mit einem gut laufenden CD Player ausschalten könnte, sondern von jener Stille, welche in einem herrscht. Die Stille vor der Menschen wie ich Angst haben. Angst ist vielleicht etwas übertrieben, aber auf jeden Fall Respekt.
Die "Ich komme jetzt runter" Stille, die "Ich höre in mich hinein" Stille, die "ich habe nun Zeit und Raum für meine Gedanken" Stille.
Wie bereits erwähnt kommen sobald ich einen Augenblick nicht aufpasse, genau die Gedanken, die ich überhaupt nicht denken mag.
Nicht, weil ich mich vor ihnen drücken möchte, sondern weil sie mit mir eigentlich garnichts zu tun haben.
Ob nun in China ein Radl umfliegt und wer es umgeworfen hat und warum kann mir komplett egal sein. Nicht aber jenen Gedanken, die mit leisen aber extrem schnellen Schritten in meinem Kopf kommen. Diese Gedanken sind Meister darin alles aufzusaugen, breit werden zu lassen und alles mit mir in Verbindung zu bringen.
"Frechheit, da hat einer doch ein Fahrrad umgeschmissen. Aber Warum? Bin ich etwa daran Schuld? Das kann ich garnicht verstehen, es verletzt mich, ich habe diesem Menschen doch nichts getan..." So in etwa äußert sich dann das Ganze.
Zu den Gedanken kommen dann meistens die passenden Bilder dazu und ehe ich mich versehe bin ich in einem Film, den tragischer, ereignisreicher und farbenträchtiger nicht einmal Tim Burton machen könnte.
Ehrlich ich steh auf Tim Burton, aber nicht jeden Tag und auch nicht in meinem Kopf. Gerne im Kino mit ner schönen Tüte Popcorn und einer netten Begleitung, dann setz ich mir auch gerne die 3D Brille auf und lass mich treiben. Aber bitte nicht am Küchentisch!
Durchtherapiert wie ich natürlich bin, erkenne ich die Filme in der Regel recht schnell. Je nach Tagesform schaffe ich es früher oder später den "Stop" Knopf zu drücken. Dann vor mir ein Standbild mit einem Ereignis, welches meistens momentan garnicht in meinem Leben ist (es ist eher eine böse Vorahnung oder Vorangst), noch (und das ist der Knackpunkt)wirklich etwas mit mir zu tun hat! Es sind Bilder von mir bekannten Menschen, die Entscheidungen treffen.
Deren Entscheidungen. Nicht meine.
Diese Entscheidungen treffen mich. Schmerzen im Herzen (nicht alles was sich reimt ist gut).
Aber das sind Entscheidung, die andere treffen, Entscheidungen, die über andere etwas aussagen.
Nicht über mich.
Mein klarer Verstand weiß das. Erklärt es dem Herzen immer wieder. Ok, der Film ist gestoppt, aber wohin jetzt mit dem Bild?
Ich habe eine Galerie eröffnet. Eine Gallerie in meinem Kopf. Ich nenne sie die "Gallerie des Schreckens". Jedes beschissene Bild wird eingerahmt und dort an die Wand gehängt. Gut, dass es unendlich viel Platz dort gibt. :-)
Vielleicht mache ich irgendwann mal ne Ausstellung und küre das beste, schlimmste Bild. Ja das ist ein Gedanke wert.
Gedanken werden Dinge.
Ich habe mich lange geweigert diese esoterische Scheiße zu glauben.
Inzwischen bin ich anderer Meinung. Wir ziehen meistens an was wir kennen, was wir denken und was wir glauben verdient zu haben. Ich habe diese Erfahrung mehrmals gemacht.Habe mir immer wieder bewußt oder unbewußt das herausgesucht und herausgedacht was mir am schlechtesten getan hat. Gerade in Freundschaften.
Ich habe soviele Gedanken in Menschen investiert, die es nicht wert waren oder sind.
Anstatt für mich das beste zu denken, anstatt für die "anderen" dankbar zu sein.
Jeden Tag aufzustehen und dankbar für das Licht zu sein, dankbar für die guten Gedanken und dem Sumpf aus Bos- und Dummheit einfach trocken legen.
Das ist ein guter Plan!
Gerade jetzt bin ich dabei mich auf einen anderen Sender zu programmieren. Das ist manchmal ganz schön schwer, positiv zu denken. Aber wo Schatten ist da ist auch Sonne. (das ist übrigens mein Lieblingssatz.)
Und wo viel Schatten ist, da ist auch gleichzeitig viel Sonne... Es kommt nur immer auf den Betrachter an. :-)
Mittwoch, 9. Juni 2010
hin und her und her und hin
Jeder der frisch getrennt ist wird das kennen, das Aufwachen am Morgen und das Fragen, wann es denn endlich vorbei ist. Dieses Grübeln über Vergangenes.
War der Endspurt der Beziehung denn nicht schon anstrengend genug, muss es über das Ende hinaus immer noch mit soviel Leid verbunden sein?
Der Abend ist nicht das Problem, auch die Nacht ist meine Freundin geworden, aber der Morgen spuckt mir mit aller Gewalt ins Gesicht, drückt mich nieder und macht mir ganz unmissverständlich klar, dass ich noch lange nicht über´n Berg bin.
Der Berg heißt "Verarbeitung" oder wie meine Therapeutin so schön sagt, "durch die Trauer gehen, sie zulassen".
Scheiße ist das doch alles!
Ich will wieder froh sein, will morgens lachend aufstehen, mich an meinem Latte Macchiato freuen und mir den Kopf darüber zerbrechen, welche Schuhe zu meinem Oberteil passen. So will ich das haben. Und zwar sofort!
Ich will nicht mit dem Gefühl durch die Gegend laufen, die rechte Seite amputiert zu haben. Manchmal würde ich mir wünschen, dass wenn schon eine Seite weg sein muss, dann doch bitte die linke Seite, die Herzseite! Dann würde ich wenigstens nicht wie eine gebückte, alte Frau durch die Gegend laufen.
Ich versuche mir das natürlich äußerlich nicht ansehen zu lassen. Im Moment verbringe ich mehr Zeit denn je vorm Spiegel. Aber innerlich fühle ich mich so unglaublich müde und "Uralte Morla" alt.
Ich habe meine Liebe für die "Unendliche Geschichte" wieder entdeckt,
die Uralte Morla mag ich besonders. Ihr ist eigentlich alles egal, weil sie schon alles erlebt und gesehen hat. Sie ist das unhysterischste Geschöpf das ich kenne. Es gibt nichts was sie stresst, oder aus der Ruhe bringt. Sie nimmt die Dinge so wie sie sind, bezieht sie nicht sofort auf oder gegen sich. Reaktionen von ihrem Gegenüber lässt sie erst einmal beim Gegenüber stehen. Und schaut... und schaut... und schaut... was sie damit anfangen kann. Manchmal eben auch nichts.
Ich wäre so gerne die Uralte Morla!!!!!!!!!!!!!!
Na, bis auf ihr Outfit, natürlich. Den Panzer hätte ich gerne. Er müsste etwas schicker aussehen, das schon, aber ansonsten hätte ich gegen so einen gepolsterten Schutz nichts einzuwenden. Dann wäre ich im Moment etwas beständiger gegen die äußere Umtriebigkeiten. Aber was ist mit den Inneren? Wie soll ich mich denn davor schützen?
Na wäre ich jetzt meine Therapeutin wüßte ich natürlich die Antwort. Ich weiß sie aus klargesichtlichen Aspekten auch ohne sie.
Ja, ich weiß, ich soll aufhören einen Schutz gegen mich selbst aufzubauen, soll los lassen, soll zulassen und akzeptieren.
Aber eigentlich will ich nur ein paar Antidepressiva!
Ich will nicht immer was lernen müssen. Ich will einfach mal meine Ruhe haben. Wie andere ganz normale Menschen halt auch. Aber was oder wer ist schon normal?
In Phantasien ist es völlig normal auf einem Glücksdrachen zu reiten und ein paar Steinbeisser zu treffen. Nebenbei rettet man noch schnell das Reich der kindlichen Kaiserin um dann völlig gechillt im gräsernen Meer abzuhängen.
In der Hierwelt geht es leider nicht so spannend ab. Die Hierwelt ist leider ganz schön mühsam... Aber! Die Sonne hat wieder angefangen zu scheinen...
Na ja, dann fahre ich mal mit meinem goldenen Esel durch die Gegend, treffe ein paar Freunde, rette schnell mein eigenes Leben und chille gemütlich am See und hoffe, dass es morgen besser ist.
War der Endspurt der Beziehung denn nicht schon anstrengend genug, muss es über das Ende hinaus immer noch mit soviel Leid verbunden sein?
Der Abend ist nicht das Problem, auch die Nacht ist meine Freundin geworden, aber der Morgen spuckt mir mit aller Gewalt ins Gesicht, drückt mich nieder und macht mir ganz unmissverständlich klar, dass ich noch lange nicht über´n Berg bin.
Der Berg heißt "Verarbeitung" oder wie meine Therapeutin so schön sagt, "durch die Trauer gehen, sie zulassen".
Scheiße ist das doch alles!
Ich will wieder froh sein, will morgens lachend aufstehen, mich an meinem Latte Macchiato freuen und mir den Kopf darüber zerbrechen, welche Schuhe zu meinem Oberteil passen. So will ich das haben. Und zwar sofort!
Ich will nicht mit dem Gefühl durch die Gegend laufen, die rechte Seite amputiert zu haben. Manchmal würde ich mir wünschen, dass wenn schon eine Seite weg sein muss, dann doch bitte die linke Seite, die Herzseite! Dann würde ich wenigstens nicht wie eine gebückte, alte Frau durch die Gegend laufen.
Ich versuche mir das natürlich äußerlich nicht ansehen zu lassen. Im Moment verbringe ich mehr Zeit denn je vorm Spiegel. Aber innerlich fühle ich mich so unglaublich müde und "Uralte Morla" alt.
Ich habe meine Liebe für die "Unendliche Geschichte" wieder entdeckt,
die Uralte Morla mag ich besonders. Ihr ist eigentlich alles egal, weil sie schon alles erlebt und gesehen hat. Sie ist das unhysterischste Geschöpf das ich kenne. Es gibt nichts was sie stresst, oder aus der Ruhe bringt. Sie nimmt die Dinge so wie sie sind, bezieht sie nicht sofort auf oder gegen sich. Reaktionen von ihrem Gegenüber lässt sie erst einmal beim Gegenüber stehen. Und schaut... und schaut... und schaut... was sie damit anfangen kann. Manchmal eben auch nichts.
Ich wäre so gerne die Uralte Morla!!!!!!!!!!!!!!
Na, bis auf ihr Outfit, natürlich. Den Panzer hätte ich gerne. Er müsste etwas schicker aussehen, das schon, aber ansonsten hätte ich gegen so einen gepolsterten Schutz nichts einzuwenden. Dann wäre ich im Moment etwas beständiger gegen die äußere Umtriebigkeiten. Aber was ist mit den Inneren? Wie soll ich mich denn davor schützen?
Na wäre ich jetzt meine Therapeutin wüßte ich natürlich die Antwort. Ich weiß sie aus klargesichtlichen Aspekten auch ohne sie.
Ja, ich weiß, ich soll aufhören einen Schutz gegen mich selbst aufzubauen, soll los lassen, soll zulassen und akzeptieren.
Aber eigentlich will ich nur ein paar Antidepressiva!
Ich will nicht immer was lernen müssen. Ich will einfach mal meine Ruhe haben. Wie andere ganz normale Menschen halt auch. Aber was oder wer ist schon normal?
In Phantasien ist es völlig normal auf einem Glücksdrachen zu reiten und ein paar Steinbeisser zu treffen. Nebenbei rettet man noch schnell das Reich der kindlichen Kaiserin um dann völlig gechillt im gräsernen Meer abzuhängen.
In der Hierwelt geht es leider nicht so spannend ab. Die Hierwelt ist leider ganz schön mühsam... Aber! Die Sonne hat wieder angefangen zu scheinen...
Na ja, dann fahre ich mal mit meinem goldenen Esel durch die Gegend, treffe ein paar Freunde, rette schnell mein eigenes Leben und chille gemütlich am See und hoffe, dass es morgen besser ist.
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